Was tun gegen die Kippenflut?

Das Umweltproblem Zigarettenkippen ließe sich leicht lösen, wenn Raucher sich an geltendes Recht halten würden: Die Kippenentsorgung auf der Straße oder in der Natur ist nach dem Abfallgesetz eine unsachgemäße Abfallentsorgung, damit nicht erlaubt. Die im Eimer sichtbare Menge an Kippen wurde im Mai 2019 innerhalb von 10 Minuten am "Rauchfreien Bahnhof" in Bordesholm gesammelt.

Die NaturFreunde fordern:

  • Zigarettenkippen im Restmüll entsorgen
  • Unterwegs Taschenaschenbecher benutzen
  • Mehr Aschenbecher im öffentlichen Raum anbieten
  • Kontrollen und Bußgelder drastisch erhöhen (Beispiel Singapur)
  • "Rauchfreie Kommunen" beschließen (Beispiel Groningen)
  • Kinderspielplätze: Kippenentsorgung landesweit verbieten
    (Beispiele: Bayern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Saarland)
  • Landesweite öffentlichkeitswirksame Aktionstage wie "Blitzkontrollen"
  • Aufklärungskampagnen zur Bewusstseinsbildung
  • Verbot der Tabakwerbung
    (Beispiele: Alle EU-Länder außer Deutschland)
  • Tabaksteuer erhöhen
  • Keine Subventionen für den Tabakanbau (Direktzahlungen)
  • Als letzte Maßnahme: Zigarettenfilter verbieten

 

 

Zunächst aufklären statt verbieten - NaturFreunde und Studenten der Christian-Albrechts-Universtität präsentieren im Juli 2019 ein Hinweisschild zu den Umweltgefahren von am Strand unsachgemäß entsorgten Zigarettenkippen am Falkensteiner Strand. Foto: Kieler Express 

Treppeneingang einer Bildungseinrichtung in Kiel (Photo: Dr. Ina Walenda)

Kippenentsorgung zusammen mit einer Zahnbürste auf einem Parkplatz bei Gelting (Photo: Jürgen Klose)