Pressemitteilungen
 

Pressemitteilungen

PM 24/29.11.2017

NaturFreunde S-H und PAN Germany:
Pestizide reduzieren im 
Echten Norden

Kiel/Hamburg 29.11.2017. Wie kann der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft, in Kommunen, in Baumschulen, Gärtnereien sowie in Haus- und Kleingärten reduziert werden und wie kann dies in Schleswig-Holstein umgesetzt werden?

Mehr…

Diesen Fragen soll am 1. Dezember im Landeshaus in Kiel von 14:00 bis 18.00 Uhr auf Einladung der NaturFreunde Schleswig-Holstein und des Pestizid Aktions-Netzwerks nachgegangen werden. Der Sprecher des Umwelt- und Agrarausschusses im EU-Parlament, Martin Häusling, wird in einem einführenden Impulsreferat den notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion und Pflanzenschutzes in der EU aufzeigen. Prof. Dr. Edmund Maser vom Toxikologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität, Sebastian Kaiser vom Bund Deutscher Energie- und Wasserversorger (BDEW) sowie Susanne Smolka von PAN Germany erläutern, warum Maßnahmen zur Pestizidreduktion notwendig sind. Über das „wie“ soll eine vom Landesnaturschutzbeauftragten, Prof. Dr. Holger Gerth, moderierte Podiumsdiskussion Aufschluss geben. Konkrete Vorschläge erwarten die Veranstalter von den eingeladenen Vertretern und Vertreterinnen der Landespolitik und der landwirtschaftlichen Praxis. Vereine und Verbände wie die De Immen, der Landesnaturschutzverband, der NABU und die Veranstalter werden konkrete Forderungen vortragen.
„Ziel unserer Veranstaltung sind die Suche und das Aufzeigen konkreter Reduktionsmöglichkeiten für eine Verringerung der Pestizidanwendung,“ so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Dafür wollen wir unterschiedliche Akteure zusammenbringen. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung für 2017 bis 2022 sieht Maßnahmen zur Reduktion des Pestizideinsatzes vor, diese wollen wir einfordern und hierfür wichtige Impulse liefern.“
“Das EU-Pestizidrecht gibt das Ziel vor, die Abhängigkeit von der Verwendung von Pestiziden zu verringern. Hierzu sollen alternative Methoden und Verfahren gefördert werden“, so die Pestizidexpertin Susanne Smolka von PAN Germany. „Der dramatische Schwund an Insekten und Artenvielfalt zeigt, die Grenzen der Belastbarkeit des Naturhaushalts sind erreicht. Durch den Verlust an Bestäubern und Nützlingen wird auch die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft bedroht, wenn jetzt nicht gehandelt wird.“
Die Veranstaltung bietet eine Plattform, sich über Problemfelder, Zielsetzungen und Maßnahmen mit Blick auf eine Pestizidreduktionsstrategie mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft und Verbänden auszutauschen.

Aktualisiertes Veranstaltungsprogramm und
Broschüre „Pestizide reduzieren – aber wie?“

Weniger…

PM 23/27.11.2017

Glyphosat – eine fatale Entscheidung
Bankrotterklärung für geschäftsführende GroKo

Kiel, 27.11.2017. Die Entscheidung gegen den erklärten Willen des SPD-Mitglieder der Bundesregierung ist für die NaturFreunde im Landesverband Schleswig-Holstein eine Blamage. „Selbst in der geschäftsführenden Groko wird die SPD von der CDU am Nasenring herumgeführt“, kommentiert Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H.

Mehr…

„Wie lange will die SPD sich das noch bieten lassen? Sie sollte jetzt endlich - wie nach der Wahl versprochen - die Reissleine für die GroKo ziehen.“
Die heutige Entscheidung über eine fünfjährige Verlängerung der Zulassung des Breitbandherbizids Glyphosat ist auch für die Bundesländer fatal. Schleswig-Holstein soll, so eine Vorgabe des Bundes in seinem „Nationalen Aktionsplan zur Reduzierung des Pestizideinsatzes (NAP)“, den Einsatz an chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln reduzieren. „Wie aber soll das gehen, wenn eines der gefährlichsten Spritzmittel weiter eingesetzt werden darf?“, fragen sich die NaturFreunde S-H, „wenn Glyphosat weiterhin eingesetzt werden darf? Wo bleibt der Ausstiegsplan?“
Nach Ansicht der NaturFreunde ist dies eine Entscheidung gegen die den vielfach erklärten Willen der Allgemeinheit, gegen das EU-Parlament und vor allem gegen die Natur, aber für einen weiteren Ausbau agrarindustrieller Strukturen in der Landwirtschaft. „Mit dieser Entscheidung wird eine Agrarwende geradezu torpediert,“ so Walenda.

Kontakt für Medien: 
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 22/27.11.2017

Naturfreunde S-H stellen sich neu auf

Kiel, 27.11.2017. Auf ihrer Landesausschusssitzung am Wochenende im NaturFreundehaus in Schönberg/ Kalifornien haben die NaturFreunde personelle Änderungen für den Landesvorstand, die Aufnahme einer neuen Untergliederung sowie Projekte für das kommende Jahr beschlossen. Nach dem Ausscheiden der bisherigen Amtsinhaber wurden der Angestellte bei der Bundesagentur für Arbeit in Flensburg, Jürgen Klose aus Gelting, zum zweiten stellvertretenden Landesvorsitzenden und der Finanzbuchhalter Reinhard Tramsen aus Süderbrarup zum neuen Kassierer gewählt .Jürgen Klose will sich vor allem der Betreuung und Neugewinnung von Mitgliedern und örtlichen Gruppen widmen.

Mehr…

Zudem wurde die Aufnahme einer neuen Untergliederung im Kreis Rendsburg-Eckerförde - die NaturFreunde Gammelby – beschlossen., Die Gründungsmitglieder aus Gammelby wollen nun nach weiteren Mitstreitern aus der Region Ausschau halten, um vor Ort im Umwelt- und Naturschutz aktiv zu werden. Konkret wolle man sich der geplanten Deponieausweitung in Gammelby annehmen, so Katja Karrié als Sprecherin der Gruppe.
Als neues Projekt für 2018 sei die Revitalisierung des historischen Ochsenwegs und das Thema Stadtökologie geplant. Weiterarbeiten wolle man am Thema „Pestizide reduzieren - aber wie?“.

Vorstand Naturfreunde S-H

Kontakt für Medien: 
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 21/06.11.2017

Neue Broschüre
Die Verwendung von Pestiziden verringern

Kiel, 6.11.2017. „Beiträge zur Reduktion des Pestizideinsatzes“ heißt eine neue Broschüre der NaturFreunde vom Landesverband Schleswig-Holstein. Gegen eine Erstattung der Versandkosten können sie alle Interessierten kostenfrei erhalten, Anfragen unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de. Die NaturFreunde S-H haben Fachkundige aus Vereinen und Verbänden, Institutionen, Kommunen und der Landesregierung gebeten, ihre guten Gründe und Beispiele für eine Reduktion der Anwendung chemischsynthetischer Pflanzenbehandlungsmittel in Landwirtschaft, Kommunen und Privatgärten allgemeinverständlich zu erläutern. So sind u. a. die ChristianAlbrechts-Universität, der Verband der Schleswig-Holsteinischen Energieund Wasserwirtschaft, die Verbraucherzentrale, das Landwirtschaftsministerium, De Immen, der NABU und das Pestizidaktionsnetzwerk PAN Germany mit Beiträgen vertreten.

Mehr…

Anlass für die NaturFreunde, sich diesem Thema zu widmen, ist ein seit Jahrzehnten unverändert hoher Pestizideinsatz vor allem in der Landwirtschaft, aber auch immer noch in Privatgärten und im Gartenbau. „Der alarmierende Rückgang der Insekten zeigt, dass wir den Pestizideinsatz sofort drastisch reduzieren müssen,“ so der NaturFreunde Landesvorsitzende Dieter Neumann, „Auch der Gesetzgeber fordert dies mit seinem Nationalen Aktionsplan zur Reduktion des Pestizideinsatzes (NAP). Jetzt sind die Bundesländer in der Pflicht, dies umzusetzen.“ Die gesellschaftliche Akzeptanz für den Einsatz von Agrarchemikalien zur Lebensmittelproduktion schwinde deutlich. Die NaturFreunde stünden für Felder und öffentliche Flächen möglichst ohne Gifteinsatz. Vor allem gehörten Pestizide aber nicht in die Hände von Privatanwendern. „Mit unserer Broschüre wollen wir allgemeinverständlich über Pestizide informieren und gute Beispiele und Wege zeigen, wie der Pestizideinsatz reduziert werden kann“, so Neumann.

Weniger…

PM 20/26.10.2017

Einladung 3. „Runder Tisch“ Pestizide
Weniger Pestizide oder Systemwechsel?

Kiel, 26.10.2016. Die NaturFreunde vom Landesverband Schleswig-Holstein laden für Montag, den 6. November von 19.00 bis 21.00 Uhr zum 3. Runden Tisch „Pestizide reduzieren“ in das Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kollhorster Weg 1, nach Kiel ein.
Beschäftigen möchte sich die Runde mit der Frage „Pestizide reduzieren oder einen Systemwechsel hin zu einer giftfreien Landbewirtschaftung einfordern?“. In Anbetracht unverändert hoher Pestizidabsatzmengen hätten Skeptiker die Hoffnung für einen deutlich verringerten Pestizideinsatz längst aufgegeben. Für Pragmatiker hingegen seien kleine Schritte zusammen mit den Betroffenen der Weg zum Ziel, so die NaturFreunde.

Mehr…

Auf der Tagesordnung stehen neben einer Erarbeitung von Forderungen an die Landespolitik, eine für den 1.12. geplante Tagung zu Pestiziden im Landeshaus, die Glyphosat-Zulassung und ein Rückblick auf den vorherigen Runden Tisch.

Um Anmeldung unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de wird gebeten.

Weniger…

PM 19/16.10.2017

Einladung zur agrarpolitischenTagung mit Martin Häusling, MdEP:
Pestizideinsatz reduzieren – Was ist zu tun im Echten Norden?

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein und das PestizidAktionsnetzwerk (PAN Germany) laden für Freitag, den 1. Dezember 2017 von 14 bis 18.00 Uhr zur Veranstaltung „Pestizideinsatz reduzieren – Was ist zu tun im Echten Norden?“ in das Landeshaus nach Kiel ein.

Mehr…

Darüber diskutieren wollen Martin Häusling, Mitglied des Europaparlaments, Vertreter und Vertreterinnen der Landespolitik, der Bauernverband Schleswig-Holstein sowie der Öko-Landbau und Handel mit Gut Rosenkrantz. Vorträge gibt es mit Prof. Dr. Maser von der Christian-Albrechts-Universität Kiel und dem Bund Deutscher Energie- und Wasserversorger (BDEW), Akteure aus Vereinen und Verbänden der Gesellschaft halten kurze Statements und diskutieren mit. Der Gesetzgeber schreibt den Ländern vor, Aktionspläne zur Reduzierung des Pestizideinsatzes zu erstellen. Die Forderung nach einer Pestizidabgabe wird mit der jetzigen „Jamaika“-Koalition nicht weiter verfolgt. Dennoch sieht der schleswigholsteinische Koalitionsvertrag für 2017-2022 vor, eine „Strategie zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes“ auf den Weg zu bringen. Wie soll und wie könnte das gehen? Die Veranstaltung bietet eine Plattform, sich über Problemfelder, Zielsetzungen und Maßnahmen mit Blick auf eine Pestizidreduktionsstrategie mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft und Verbänden auszutauschen. Chemisch-synthetische Pestizide, eingesetzt in der konventionellen Landwirtschaft, im Forst, in Kommunen, in Baumschulen, Gärtnereien sowie in Haus- und Kleingärten tragen zum dramatischen Schwund der Artenvielfalt und zur Belastung unserer Umwelt bei. Pestizidbelastungen durch Pestizidabdrift oder über Pestizidrückstände in Lebensmitteln können unsere Gesundheit akut und langfristig beeinträchtigen. Die daraus resultierenden Schäden und die damit einhergehenden beträchtlichen Folgekosten tragen in der Regel nicht die Verursacher, sondern die Gesellschaft. Die Verringerung des Einsatzes von Pestiziden sei daher eine vorrangige gesellschaftliche Aufgabe, betonen PAN und die NaturFreunde.

Hier geht's zum Programm mit Einladungstext
Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda (NaturFreunde Schleswig-Holstein, mobil 176-20 50 8116, Susan Haffmans (PAN Germany), Tel.040-3991910-25

Weniger…

PM 18/ 26.9.2017

Müde und noch kein Schlafplatz?

Jetzt den Igeln helfen

Kiel, 26.9.2016. Noch sind Igel auf der Suche nach Fressbarem, um sich eine dicke Speckschicht für den Winter zuzulegen. Deshalb sollte man im Garten etwas Fallobst für die stachligen Gesellen übriglassen. Aber nur dick sein reicht nicht zum Überleben.

Mehr…

Wenn es kälter wird, so ab November, müssen die Tiere ein trockenes und sicheres Plätzchen für den Winterschlaf finden. Doch gerade die sind in unserer stark genutzten Landschaft und in aufgeräumten Gärten Mangelware. „Dabei ist es ganz leicht, ein Igelleben zu retten“, so Diplom-Biologin Angelika Elak vom NaturFreunde-Landesverband. „Das Laub fällt jetzt im Herbst schließlich von alleine von den Bäumen.“ Der Gärtner müsse es nur noch zu einem großen Laubhaufen zusammen harken und bis zum Frühjahr liegen lassen, so unter Holzterrassen, Gartenschuppen und Hecken. Schon wäre das Igelhotel fertig. Auch Holzstapel, Reisig- und Komposthaufen seien geeignete Schlafplätze. Mit ein wenig Geschick kann man auch ein Igelhaus aus Holz selber bauen. „Noch ist dafür Zeit und gerade Kinder haben sicher Spaß an einer gemeinsamen Igelrettungsaktion“, meint Angelika Elak. „Das Auspolstern ihres Schlafnestes übernehmen die Igel dann selbst.“ Heu, Stroh, Laub und Moos seien perfektes Material und sollten den stacheligen Tieren an einem trockenen Ort zugänglich sein.“ Eilige können ein fertiges Häuschen auch kaufen und in einer ruhigen, wilden Ecke des Gartens aufstellen. Damit aber ein Untermieter einziehen kann, müssten die Gartenzäune unbedingt barrierefrei sein, Durchschlüpfe von 13 mal 13 Zentimeter reichten aus. Wer Interesse am Selbstbauen hat, findet hier eine Bauanleitung für ein Igelhaus aus Holz oder aus Steinen.

Kontakt für Medien: Angelika Elak, Tel 0431 98282995

Weniger…

PM 17/ 4.9.2017

Herbstzeit ist Spinnenzeit:
Spinnen gehören nicht in den Staubsauger

Kiel, 04.09.2017. Wenn Spinnen mit den jetzt kühler werdenden Nächten Zuflucht in unseren Häusern suchen, sind sie nicht immer willkommen. Werden sie an Zimmerdecken, auf Schränken oder hinter Möbeln entdeckt, ergreifen gerade Menschen mit Angst und Ekel vor den achtbeinigen Tieren gern zu schnellen Lösungen.

Mehr…

„Für Spinnen qualvolle Methoden wie Zerdrücken, Weggsaugen oder aus der Badewanne in den Ausguss spülen, sollten tabu sein“, so der Appell von Dipl. Biologin Angelika Elak vom NaturFreunde-Landesverband. „Unsere mitteleuropäischen Spinnen sind völlig harmlos und zudem ein wichtiger Teil im Ökosystem.“
„Mit einem Glas und einem Stück festem Papier oder einem Insektenfänger lässt sich jede Spinne in Griffweite leicht eingefangen und nach draußen befördern. Dort kann sie ihr nützliches Dasein weiterleben.“ Spinnen suchen dann geschützte Orte auf und überwintern dort. Übrigens haben sie einen hervorragenden Orientierungssinn, finden noch bei 30 Metern Entfernung zurück. Idealerweise sollten sie also paar Schritte von der Tür entfernt ausgesetzt werden. Am besten sei es ohnehin, sich für die Zeit ihres Besuches mit ihnen zu arrangieren“, so Elak. Spinnen vertilgten auch im Haus Fliegen, Milben, Silberfische und Mücken. Das Problem löse sich in der Regel von allein. Spinnen, die im Herbst an die Wärme kommen, überlebten meist nicht lange. Unsere Wohnungen seien für sie zu trocken, sie trocknen aus und sterben. Keinesfalls sollte man zu Insektenspray oder Schädlingsbekämpfungsmitteln greifen und die Tiere damit qualvoll vergiften. „Das ist völlig übertrieben für ein kleines Spinnentier“, rät die Diplom-Biologin der NaturFreunde. Mittel, die wirkten, seien zumeist chemische Keulen und unselektiv. Dadurch schädigten die Mittel zudem auch andere Tiere und könnten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen beim Menschen führen. Spinnen vollbringen wahre Höchstleistungen in der Natur. Hervorzuheben ist ihr Einfluss auf Insektenpopulationen und ihre Funktionen als Konsumenten und Regulatoren im Naturhaushalt. Bei einer durchschnittlichen Besiedlungsdichte von 130 Spinnen pro Quadratmeter können sie zwischen 40.000 bis 50.000 Kilogramm Insekten pro Jahr und Hektar erbeuten.


Kontakt für Medien: Angelika Elak, Tel 0431 98282995

Weniger…

PM 16/ 1. September 2017

Trave „Flusslandschaft der Jahre 2016/ 2017"
Naturerleben im mittleren Travetal

Kiel, 1.9.2017. Zu einem Naturerlebnis der besonderen Art laden die NaturFreunde, Landesverband Schleswig-Holstein, für Sonntag für den 10. September 2017 mit ihrer Landeswanderung nach Bad Oldesloe ein. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr der Bahnhof. Um Anmeldung bis zum 4. September bei Josef Niggemann, Tel. 04102 55441 oder per E-Mail unter josef.ahrensburg@gmail.com wird gebeten.

Mehr…

Der Teilnahmebeitrag für Kaffee, Kuchen und die Busfahrt beträgt 11 Euro. Der Weg führt durch die Altstadt an die Trave. Anschließend geht es zum Brenner Moor. Nach kurzer Rast endet die Wanderung am Kloster Nütschau. Nach der zirka zehn Kilometern gibt es zur Stärkung Kaffee und Kuchen bei fachkundigen Erläuterungen zur Flusslandschaft Trave. Um 16.00 Uhr geht eine Rückfahrt mit dem Bus zurück nach Bad Oldesloe. Die Wanderung wird begleitet von fachkundigen Wanderführern, die auf die naturschutzfachlichen Besonderheiten hinweisen und diese erklären. Die Flusslandschaft der Trave zählt zum Natura-2000-Gebietsnetzwerk. Sie ist unterteilt in das FFH-Gebiet Travetal, das am Auslauf des Warder Sees beginnt, zirka 60 Kilometer lang und 1.361 Kilometer Hektar groß ist. Es endet am Lübecker Wallhafen, wo das Gebiet Traveförde beginnt, das bis zur Mündung in die Ostsee reicht. Die Trave schlängelt sich durch enge Täler sowie breite Niederungen. Von großer Bedeutung sind die Salzquellen, die an Standorten wie dem Brenner Moor aus dem Boden austreten.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116

Weniger…

PM 15/ 29.8..2017

NaturFreunde S-H informieren mit Experten
Ein Atommüllendlager in Schleswig-Holstein?

Kiel, 29.8.2017. Für Dienstag, den 19. September 2017 laden die NaturFreunde, Landesverband Schleswig-Holstein, zu einer Informationsveranstaltung „Ein Atommüllendlager in Schleswig-Holstein?“ mit Experten von 19 bis 21 Uhr in die Gemeinschaftsschule Amt Geltinger Bucht, Am Schulzentrum 5 in 24996 Sterup ein.

Mehr…

Es informieren Michael Müller, einer der beiden Vorsitzenden der Kommission zur Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe sowie Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, und Prof. Dr. Andreas Dahmke vom Geologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Nach einführenden Erläuterungen stehen die Referenten den Bürgern und Bürgerinnen für Fragen zur Verfügung. Anlass sind jüngste Medienberichte, wonach in Schleswig-Holstein Standorte für ein Atommüllendlager im Gespräch sind - so im Raum um Rendsburg, in Schleswig-Flensburg bei Sterup, in der Nähe von Itzehoe bei Krempe und im südlichen Schleswig-Holstein bei Siek. Bereits jetzt gelten Veränderungssperren. So dürfen Tiefbohrungen nur nach ausdrücklicher Erlaubnis vorgenommen werden. Dass hat zu Aufregung und Sorgen in den betroffenen Gemeinden geführt, zumal noch wenig bekannt ist und daher Sorge besteht, dass den „Dörflern“ etwas untergejubelt werden solle. Nach der Vorlage des Abschlussberichts der Kommission und dem Beschluss des Bundestages wird bundesweit nach einem Atommüllendlager gesucht. Die Kriterien für einen möglichen Standort wurden festgelegt. Die NaturFreunde S-H wollen frühzeitig informieren, nach welchen Kriterien und in welchem Verfahren die Standortsuche verläuft, wie die geologischen Gegebenheiten in Schleswig-Holstein aussehen und wie sich potentielle Standorte rechtzeitig in das Verfahren einbringen können.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176-20508116 (https://www.bundestag.de/endlager-archiv/index.html)

Weniger…

PM 14/ 28. Juni 2017

Invasive Art bedroht Natur und Menschen:
Herkulesstaudenbekämpfung in Kiel

Kiel, 28.06.2017. Zur Demonstration einer fachgerechten Bekämpfung der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), auch Riesenbärenklau genannt, laden die NaturFreunde Schleswig-Holstein für Dienstag, den 4. Juli 2017 um 11.00 Uhr nach Kiel in die Olshausenstraße 75 auf das Gelände der Christian-Albrechts-Universität ein. Treffpunkt ist der große Parkplatz schräg gegenüber an der Zufahrt. Von dort sind es 250 Meter zu Fuß. Zusammen mit dem Riesenbärenklau-Experten Niels Jensen wollen die NaturFreunde S-H zeigen, wie diese bedrohliche invasive Art fachgerecht und nachhaltig auf natürliche Weise ohne den Einsatz von Giften beseitigt werden kann.

Mehr…

Im Gegensatz zum in Europa heimischen Wiesen-Bärenklau verursache der RiesenBärenklau beim Berühren schwerste Verbrennungen, so der Landesverband der NaturFreunde. Der Saft der Pflanze enthalte phototoxische Furancumarine. In Kombination mit gleichzeitiger oder nachfolgender Sonneneinstrahlung führe das zu den starken Verbrennungen. Dabei könne die Blasenbildung derart stark sein, dass sogar Narben zurückblieben. Besonders gefährdet seien Kinder, die durch die imposanten Blütenstände angelockt würden und die Gefahren nicht kennen. „Der Riesenbärenklau ist äußert konkurrenzstark, besitzt keine natürlichen Feinde wie Fressschädlinge und Parasiten, hat einen riesigen Wuchs und eine gewaltige Samenproduktion“, erklärt Angelika Elak, Diplom-Biologin der NaturFreunde S-H. „Eine einzelne Riesen-Bärenklau-Pflanze kann mehrere 10.000 Samen bilden, die im Boden etwa sieben Jahre keimfähig bleiben. Die Ausbreitung kann durch Wind, Gewässer oder Tiere erfolgen.“ Dies habe dazu geführt, dass sich der Riesen-Bärenklau schnell ausbreiten konnte. Er verdränge zunehmend heimische Pflanzenarten und die daran gebundenen Tierarten, teilweise seien schon fast waldähnliche Bestände anzutreffen, in denen keine anderen Arten mehr vorkommen. Für die Natur, aber auch für den Menschen, sei diese Pflanzenart deshalb zu einem großen Problem geworden. Die NaturFreunde Schleswig-Holstein laden Interessierte ein, sich an der Aktion zu beteiligen. Nur durch konsequente Gegenmaßnahmen sei eine schnelle, flächenhafte Ausbreitung noch zu verhindern.

Ansprechpartnerin: Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

Weniger…

PM 13/ 9. Juni 2017

Appell an künftige Koalitionspartner und Landesregierung:
Die Verwendung von Pestiziden muss drastisch verringert werden

Der „Runde Tisch Pestizide reduzieren“, ein Projekt der NaturFreunde Schleswig-Holstein, fordert die Parteien, die zur Zeit einen Koalitionsvertrag verhandeln, dringend auf, Maßnahmen zu einer drastischen Reduzierung der Verwendung von Pestiziden zu vereinbaren und diese verbindlich mit nachprüfbaren Zielen für eine künftige Landesregierung festzuschreiben.

Mehr…

„Pestizide sind inzwischen allgegenwärtig und eine der größten Gefährdungen unserer natürlichen Umwelt“ stellt Dieter Neunmann, Landesvorsitzende der NaturFreunde, fest. „Pestizide gefährden unsere Gewässer, Böden und die Artenvielfalt und sie können Krankheiten verursachen. Eine verantwortliche Landesregierung muss Sofortmaßnahmen zur Verringerung der Verwendung von Pestiziden ergreifen.“ Mit einer Verringerung der Verwendung von Pestiziden soll nach Ansicht des „Runden Tisch“ dort sofort begonnen werden, wo ihre Anwendung nicht notwendig ist. Hierzu gehören alle kommunale Flächen und private Gärten. In der konventionellen Landwirtschaft ist ein völliger Verzicht noch nicht umsetzbar, daher sollen dort Sofortmaßnahmen zu einer deutlichen Verringerung unverzüglich eingeleitet und den Landwirten angeboten werden. Konkret fordert der „Runde Tisch für eine Verringerung des Pestizideinsatzes“ klare Reduktionsziele für chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel– wie viel bis wann - wie in Frankreich und Dänemark festzusetzen und dazu ein landesweites Kataster aufbauen. Landwirte sollen bei der Umstellung auf alternative Pflanzenschutzmaßnahmen finanziell unterstützt und beraten werden. Das bestehende Verbot der Verwendung von Pestiziden auf Nichtkulturflächen müsse auf alle kommunalen Flächen, so auch auf Fläche mit gärtnerischer Nutzung wie Grünflächen und Friedhöfe sowie auf Privatgärten erweitert werden. So sei heute die Anwendung auf befestigten Flächen verboten, nicht aber für gärtnerische Nutzung. Damit sei die Anwendung der frei verkäuflichen Pestizide kaum kontrollierbar. Dringend notwendig sei die Ausweisung neuer Grundwasserschutzgebiete und die Anpassung der Schutzbestimmungen für bestehende, deren Einhaltung müsse durch zusätzliche Stellen auch kontrolliert werden. Die Forschung und Beratung müsse vorrangig an den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt ausgerichtet werden und nicht allein an ökonomischer Effizienz. Unbedingt zu erhalten und auszubaue das Toxikologische Institut an der Universität Kiel als von Drittmitteln der Industrie unabhängiges Institut. „Wir können uns nicht vorstellen, dass eine Partei, die für eine ökologische Politik eintreten will, einem Koalitionsvertrag ohne klare Regelungen zur Verringerung des Pestizid-Einsatzes zustimmen kann“, so Neumann abschließend.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

Weniger…

PM 12/ 6. Juni 2017

Pestizide – wie groß ist das Risiko?

Zum 08. Juni 2017 um 18.00 Uhr laden die NaturFreunde Schleswig-Holstein zu einem Vortrag nach Kiel in das Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kollhorster Weg 1, ein. Dr. Hans-Jörg Martin vom Toxikologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel referiert zu"Pestizide - wie groß ist das Risiko?". Die Teilnahme ist kostenfrei.

PM 11/ 24.5.2017

Zweiter Runder Tisch Pestizide
Vortrag „Pestizide – wie groß ist das Risiko?

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein laden alle Interessierten zum 8. Juni 2017 um 18.00 Uhr zum zweiten „Runden Tisch“ Pestizide reduzieren nach Kiel in das Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kollhorster Weg 1, ein.

Mehr…

Dr. Hans-Jörg Martin vom Toxikologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel referiert zu "Pestizide - wie groß ist das Risiko?". An der Veranstaltung Interessierte haben die Möglichkeit, dem Referenten unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de bereits vorab Fragen zukommen zu lassen. Der hohe Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln in der Landwirtschaft hat Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auf die biologische Vielfalt. Die Mittel reduzieren die Zahl der Insekten, damit auch Nützlinge wie Bienen, Schmetterlinge und Raubfliegen. Paradoxerweise kommt es gerade dadurch wiederum zum Pestizideinsatz. Über diese und andere Zusammenhänge kann beim Runden Tisch diskutiert werden.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176-20508116

Weniger…

PM 10/ 23.5.2017

Einladung an die Medien

Die Fachgruppe Natur und Umwelt der NaturFreunde S-H lädt ein zur:

Bekämpfungsaktion Herkulesstaude am Montag, 29. Mai 2017 um 11.00 Uhr in 24582 Wattenbek, am Ende Grüner Weg, hinter der Hermann-Berndt-Straße am Knickrand.

Mehr…

Die Herkulesstaude, auch als Riesenbärenklau bekannt, verdrängt mit ihrem ungehemmten Wachstum und ohne natürliche Feinde unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten. Außerdem ist sie giftig und besonders für Kinder, die mit ihr in Berührung kommen, gefährlich. Die NaturFreunde S-H laden deshalb zu einer Bekämpfungsaktion gegen den Riesenbärenklau ein. Der Bärenklau kann gut mechanisch bekämpft werden. Der Einsatz von Pesitziden ist schädlich und überflüssig. Unser Riesenbärenklau-Experte Niels Jensen aus Kiel wird die Aktion begleiten und zeigen, wie die Herkulesstaude fachgerecht bekämpft werden kann. Das Vorkommen in Wattenbek hat sich am Knickrand ausgebreitet und gefährdet die dort angesiedelten heimischen Pflanzen- und davon abhängigen Tierarten. Gerade Knicks sind ein einzigartiger Lebensraum mit hoher Artenvielfalt, so können dort allein über 100 unterschiedliche Brombeerarten vorkommen. Niels Jensen wird auch grundsätzliche Ausführungen zur Herkulesstaude machen und steht für Nachfragen gern zur Verfügung.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, Tel. 0431-98282995, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 9/ 21.4.2017

NaturFreunde laden ein:
Naturkundliche Exkursionen auf dem Priwall

Zu insgesamt drei parallel angebotenen naturkundlichen Exkursionen laden die NaturFreunde, Landesverband Schleswig-Holstein, für Sonntag, den 23. April 2017 ein. Die Wanderungen führen durch das Naturschutzgebiet Südlicher Priwall. Treffpunkt ist das NaturFreundehaus Priwall in der Mecklenburger Landstr. 128, Lübeck-Travemünde um 10.00 Uhr.

Mehr…

Zunächst führt ein Vortrag von Matthias Braun vom Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. in die Besonderheiten des „Natura 2000“-Gebietes ein. Ab 11.00 Uhr starten die Exkursionen:

• Großer Rundwanderung Priwall – Dassowe See, 12 Kilometer zur „deutschdeutschen Grenze“, zu Flora- und Fauna und ornithologischen Besonderheiten unter der Leitung der Natur- und Landschaftsführerin Ulrike Westphal.
• Mittlerer Rundwanderung im Naturschutzgebiet Südlicher Priwall als Teil des Natiura-2000-Gebiets „Traveförde“, 9 Kilometer unter naturkundliche Führung von Matthias Braun vom Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer.
• Kleiner Rundwanderung am Ostseestrand, 5 Kilometer mit fachkundlichen Erläuterungen vom Umweltbiologen Dr. Roland Dold.

 „Die NaturFreunde wollen im Rahmen ihres Projektes „Flusslandschaft Trave“ viele Menschen für die Natur begeistern“, so Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde Schleswig-Holstein. „Wir laden alle Interessierten, gern auch Urlauber ein, mit uns die Natur zu erwandern.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 8/ 10.4.2017

Vor dem Osterfeuer:
Vorsorge für Wildtiere treffen

Am kommenden Wochenende werden wieder viele Hundert Osterfeuer in SchleswigHolstein brennen. Auf diesen schönen und beliebten Brauch müssen wir nicht verzichten, wenn dabei Vorsorge für Wildtiere getroffen wird, meinen die NaturFreunde S-H.

Mehr…

In vielen Gemeinden und Privatgärten sind bereits in den vergangenen Wochen Baumund Strauchschnitt für das österliche Feuer gesammelt worden. Diese Haufen bieten in unserer oft strukturarmen Landschaft für viele Kleintiere wie Igel, Mäuse, Amphibien und Insekten einen idealen und willkommenen Unterschlupf. Während sich die Menschen an den heimeligen Feuern in der Osternacht erfreuen, werden die Flammen für die diese Tiere zu einer tödlichen Gefahr. „Eine lebensrettende Lösung für Wildtiere kann es sein, die Reisighaufen erst kurz vor dem Abbrennen zu errichten, alte Stapel müssen unbedingt vorher umgeschichtet werden“, rät Diplom-Biologin Angelika Elak von den NaturFreunden. Damit gäbe man den Tieren die Möglichkeit zu fliehen. Findet man Nester von brütenden Vögeln wie Rotkehlchen und Zaunkönigen oder gar Jungvögel, dürften die Flammen nicht mehr entfacht werden. Grundsätzlich sind Totholzstapel wichtige Lebensräume für Wildtiere und sollten in der Landschaft und in den Gärten nicht fehlen. Angelika Elak empfiehlt für jeden Holzstapel, der verbrannt werden soll, einen zweiten Holzstoß zu errichten, um zusätzliche Strukturelemente und langfristige Lebensraumangebote für Wildtiere zu schaffen. Für den eigenen Garten kann man sich auf diese Weise mit geringem Aufwand wichtige Helfer holen, denn bei Igel, Fröschen und Co stehen Pflanzenschädlinge ganz oben auf dem Speiseplan. Giftige Pestizide werden so durch die natürlichen Feinde der Schädlinge ersetzt.

Kontakt für Medien: Angelika Elak, Tel. 0431-98282995

Weniger…

PM 7/ 31.3.2017

NaturFreunde appellieren
Keine Pestizide in Hausgärten verwenden

Kiel, 31.03.2017. Mit dem Frühling beginnt nach langer Winterpause endlich die Gartenarbeit wieder. Leider kommen dabei vielfach Spritzgifte zum Einsatz, obwohl sie in den Privatgärten an vielen Stellen sogar verboten sind. Pestizide dürfen nach dem Pflanzenschutzgesetz keinesfalls außerhalb von gärtnerisch genutzten Flächen angewendet werden, um dem Naturhaushalt nicht zu schaden.

Mehr…

Auf Bürgersteigen und Wegen - auch Gartenwegen, auf Zufahrten zu Wohnhäusern oder Garagen, auf Parkplätzen, Hofflächen und Terrassen dürfen chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel nicht angewendet werden.
„Wer seinen Garten liebt, sollte auf Pestizide ganz verzichten“, appelliert Diplom-Biologin Angelika Elak von den NaturFreunden. „Es gibt genügend Alternativen, die für die Umwelt und die Vögel verträglich sind.“ Zu den gärtnerisch genutzten Flächen im Privatgarten, auf denen grundsätzlich zugelassene Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden dürfen, gehören Blumen- und Gemüsebeete, Rasenflächen, Obst- und Ziergehölze sowie Hecken.
Um herauszufinden, wie es um den Pestizideinsatz in schleswig-holsteinischen Privatgärten steht, haben die Naturfreunde S-H eine Umfrage gestartet. Unter www.naturfreunde-sh.de sind Gartenbesitzer aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Mitmachaktion läuft während der gesamten Gartensaison, ist anonym und dauert nicht länger als fünf Minuten. Wichtig sei, dass die Antworten ehrlich erfolgten, so die NaturFreunde.
„Wir wollen herausfinden, ob es durch die öffentliche Diskussion um Glyphosat zu einem weiteren Bewusstseinswandel bei der privaten Anwendung gekommen ist“, erklärt Angelika Elak, Projektleiterin eines von der Umweltlotterie BINGO geförderten Projektes. „Auch möchten wir erfahren, wie es um das Wissen über Alternativen zu chemischsynthetischen Mitteln steht.“

Hier gelangen Sie zur online-Umfrage zu Pestiziden in Privatgärten
Mehr zum Pestizidprojekt der NaturFreunde unter: http://www.naturfreunde-sh.de

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 6/ 28.3.2017

Ökokonto-Verordnung enttäuschend:
Weniger Fläche für Ausgleichsmaßnahmen

Kiel, 28.03.2017. Enttäuscht von der heute vom Kabinett beschlossenen ÖkokontoVerordnung zeigen sich die NaturFreunde. Die Qualität der Kompensationsmaßnahmen bei Eingriffen in die Natur zu verbessern, um an Flächen für den Naturschutz zu sparen, sei das falsche Signal.

Mehr…

„Die Chance für Verbesserungen, wie sie von Naturschutzverbänden gefordert wurden, hat Umweltminister Habeck leider vertan,“ kritisiert Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde in Schleswig-Holstein. „Statt mehr Flächen für den Ausgleich für die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen wird es weniger geben.“ Eine höhere ökologische Qualität für Naturschutzflächen als Ausgleich für Baumaßnahmen sei grundsätzlich wünschenswert und richtig, dies dürfe aber nicht mit einer Flächenverringerung für den Naturschutz einhergehen. Sinn eines Ausgleiches sei es ja gerade, für den Verlust von Lebensräumen, z.B. durch eine Flächenversiegelung, als Ausgleich neue Lebensräume als Ersatz zu schaffen. Dies idealerweise in unmittelbarer Nähe. Statt, wie von Investoren und landwirtschaftlichen Flächenbesitzern regelmäßig gefordert, an Ausgleichsflächen zu sparen, müsse der hohe Flächenverbrauch für Siedlung, Gewerbe und Verkehr in Schleswig-Holstein endlich gestoppt werden. So sei der Flächenverbrauch in Schleswig-Holstein von 847 Hektar im Jahr 2012 auf 1065 Hektar im Jahr 2014 gestiegen. Täglich werden rund drei Hektar Natur- und Landwirtschaftsflächen für Siedlung, Gewerbe und Verkehr in Anspruch genommen. Das entspricht einem Flächenverbrauch im Ausmaß des Großen Ratzeburger Sees mit zirka 12 Quadratkilometern in jedem Jahr. In einer begrenzten Welt mit begrenzter Fläche kann es keine endlose Expansion für Siedlung, Gewerbe und Verkehr geben, ohne unsere Lebensgrundlagen zu vernichten, so die NaturFreunde. Eine Ökokonto-Verordnung, die den Flächenverbrauch von Landschaft nicht stoppt, verfehlt ihren Zweck.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 5/ 20.3.2017

Internationale Pestizid-Aktionswoche vom 20. bis 30. März 2017
NaturFreunde rufen zum giftfreien Gärtnern auf

Kiel, 20.03.2017. Anlässlich der weltweit zwölften „Woche gegen Pestizide“ appellieren die NaturFreunde S-H an alle Gartenbesitzer, giftfrei in den Frühling zu starten. Nicht nur Landwirte müssten umdenken, auch Gartenbesitzer können einen Beitrag leisten, die Pestizidbelastung zu verringern, sei es auf dem Balkon oder im Garten.

Mehr…

Auch auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind wie öffentliche Parks, öffentliche Gärten, Grünanlagen an öffentlich zugänglichen Gebäuden, öffentlich zugängliche Sportplätze, Schul- oder Kindergartengelände, Spielplätze, Friedhöfe, Flächen in unmittelbarer Nähe von Einrichtungen des Gesundheitswesens solle eine Pestizid-Anwendung tabu sein. An die Baumärkte appellieren die NaturFreunde beim Start in die Gartensaison ihrer Beratungspflicht nachzukommen und auch auf Alternativen zu herkömmlichen Spritzmitteln hinzuweisen. Die Auswirkungen chemisch-synthetischer Pflanzenbehandlungsmittel auf die Umwelt und Natur seien weitreichend, so die NaturFreunde. Durch Auswaschung und Versickerung gelangten Gifte über den Boden in das Grundwasser, über das Kanalisationssystem bis in Bäche und Seen. Pestizide gefährdeten Insekten, Amphibien und Vögel. Tiere fänden keine Nahrung mehr, weil ihre Lebensgrundlage durch den Pestizideinsatz zerstört würden. Pestizide könnten auch zum Problem für die Gesundheit der Gärtner und Gärtnerinnen selbst werden. Pestizide zählen zu den gefährlichsten Umweltgiften. „Der unnötigen Gefahr durch Anwendung von Pestiziden sollte sich kein Gartenbesitzer aussetzen“, rät Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde. „Pestizide sollten aus Gärten, Feldern und Wäldern verbannt werden.“ Artenvielfalt, standortgerechte Pflanzen, Fruchtfolgen und biologischer Pflanzenschutz seien nur einige der Möglichkeiten, unerwünschte Kräuter und Schadorganismen zu verbannen.

Infos zur Pestizid-Aktionswoche unter:
http://www.semaine-sans-pesticides.fr/decouvrir-levenement/pestizid-aktionswoche/ Infos zum Pestizidprojekt der NaturFreunde Schleswig-Holstein unter: www.naturfreunde-sh.de
Zur online-Umfrage zu Pestiziden in Privatgärten

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 4/ 17.3.2017

Zur Internationalen Pestizid-Aktionswoche vom 20. bis 30. März 2017
NaturFreunde starten Umfrage zu Pestiziden in Privatgärten

Kiel, 17.03.2017. Zur „Internationalen Pestizid-Aktionswoche“ vom 20. bis 30. März starten die NaturFreunde S-H eine online-Umfrage und rufen alle Gartenbesitzer zur Teilnahme auf.

Mehr…

Die Mitmachaktion läuft bis zum 30. September, ist anonym und dauert nicht länger als fünf Minuten. Die Auswertung und Bekanntgabe der Ergebnisse ist für Oktober geplant. Von der Landwirtschaft wird zu Recht erwartet, dass sie unbelastete Lebensmittel produziert und die Umwelt nicht gefährdet. Wie aber sieht es mit dem Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln in den schleswig-holsteinischen Privatgärten aus? Dies wollen die NaturFreunde herausfinden. Die jüngste Umfrage des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich vom Oktober 2016 hatte mangels ausreichender Teilnahme von schleswig-holsteinischen Gartenfreunden an der Befragung kaum verwertbare Ergebnisse für das nördlichste Bundesland hervorgebracht. „Wir haben unseren Fragebogen viel einfacher gefasst und hoffen auf eine deutlich höhere Teilnehmerzahl“, erklärt Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde in Schleswig-Holstein. „Unsere Mitglieder werden in den nächsten Wochen persönlich Infokarten an Gartenbesitzer verteilen und sie zur Teilnahme ermuntern.“ Auftakt der Aktion ist der kommende Montag. Die NaturFreunde werden von 10.00 bis 12.00 Uhr vor dem Wochenmarkt am Blücherplatz in Kiel auf die Befragung aufmerksam machen und für Informationen zur Verfügung stehen. Die Gesamtgartenfläche macht in Schleswig-Holstein, von den NaturFreunden anhand von Daten des Statistischen Landesamtes grob geschätzt, etwa zwei bis drei Prozent der Landesfläche aus. Wenn sich die Läuse über die Rosen hermachen oder mehr Moos als Rasen gedeiht, wächst die Versuchung, im Baumarkt eine schnelle Lösung zu kaufen. Der Einsatz der chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel erfolgt dann laut älterer Studien oftmals unbekümmert. Ob dies auch für hiesige Gärtner und Gärtnerinnen gilt oder ob sich das Bewusstsein hin zu alternativem Pflanzenschutz, vielleicht sogar infolge der Diskussion um das Totalherbizid Glyphosat, gewandelt hat, wollen die NaturFreunde herausfinden.

Zur online-Umfrage zu Pestiziden in Privatgärten
Infos zum Pestizidprojekt der NaturFreunde Schleswig-Holstein unter:
www.naturfreunde-sh.de

Infos zur Pestizid-Aktionswoche unter:
http://www.semaine-sans-pesticides.fr/decouvrir-levenement/pestizid-aktionswoche/

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 3/ 16.3.2017

Zur Novellierung der Ökokonto-Verordnung
Naturschutz ist auch eine Frage von Fläche

Kiel, 16.03.2017. Die Qualität der Kompensationsmaßnahmen bei Eingriffen in die Natur zu verbessern, um an Flächen für den Naturschutz zu sparen, sei das falsche Signal. So kritisieren die NaturFreunde S-H die Pläne von Minister Habeck zur neuen ÖkokontoVerordnung in ihrer Stellungnahme, die sie zum Ablauf der Einwendungsfrist abgegeben haben.

Mehr…

Grundsätzlich unterstützen die NaturFreunde das Instrument „Ökokonto“, auch den Entwurf für eine Novellierung. „Die vom Umweltminister angestrebte höhere ökologische Qualität für Naturschutzflächen als Ausgleich für Baumaßnahmen darf allerdings nicht mit einer Flächenverringerung für den Naturschutz einhergehen“, kritisiert Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde in Schleswig-Holstein die Planungen des Ministers. Das Land dürfe auch nicht in Schutz- und Schmutzflächen eingeteilt werden. Ökologisch hochwertige Biotope, wie sie die Ökokonto-Verordnung stärker fördern will, seien ohne Frage ein Gewinn für die Natur, ebenso zur Erholung und für den Tourismus. Doch Naturschutz braucht immer auch Fläche. Statt, wie von Investoren und landwirtschaftlichen Flächenbesitzern regelmäßig gefordert, an Naturschutzflächen zu sparen, müsse vielmehr der hohe Flächenverbrauch für Siedlung, Gewerbe und Verkehr in Schleswig-Holstein gestoppt werden. Die Landesregierung selbst habe sich dazu verpflichtet. Für die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft infolge von Baumaßnahmen werden in Schleswig-Holstein deutlich weniger als lediglich zwei Prozent der Landesfläche in Anspruch genommen. Etwa zwei Drittel dieser Flächen befinden sich sogar weiterhin in landwirtschaftlicher Nutzung. Dagegen werden rund drei Hektar Natur- und Landwirtschaftsflächen pro Tag für Siedlung, Gewerbe und Verkehr in Anspruch genommen. Das entspricht einem Flächenverbrauch im Ausmaß des Großen Ratzeburger Sees mit zirka 12 Quadratkilometern in jedem Jahr. In einer begrenzten Welt mit begrenzter Fläche kann es keine endlose Expansion für Siedlung, Gewerbe und Verkehr geben, ohne unsere Lebensgrundlagen zu vernichten, so die NaturFreunde.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 2/ 30. Januar 2017

Sperrfrist für Wirtschaftsdünger endet am 31. Januar
Gülleausbringung darf Mensch und Umwelt nicht belasten

Kiel, 30.01.2017. Die NaturFreunde S-H appellieren zum offiziellen Start der „Gülle-Saison“ am 1. Februar an alle Landwirte auch an Mensch und Umwelt zu denken und die Düngeverordnung strikt einzuhalten.

Mehr…

„Eine sachgerechte Gülle-Ausbringung nützt sowohl der Umwelt als auch den Landwirten“, stellt Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde fest. „Nur die Nährstoffe aus der Gülle, die an die Pflanzen gelangen, fördern die Erträge. Alle anderen Nährstoffe belasten nur unsere Umwelt und Gewässer.“ Eine unverzügliche Einarbeitung der Gülle in den Boden, idealerweise zeitgleich zur Ausbringung - müsse als betrieblicher Standard etabliert werden, fordern die NaturFreunde. Mit modernen bodennahen Ausbringungstechniken ließen sich in erheblichem Maße - bis zu 90 Prozent – Ammoniakverluste vermeiden, die unserem Klima schaden. Bedauerlicherweise sei der Einsatz bodennaher Techniken wie Schleppschlauch-, Schleppschuh- und Schlitzverteiler erst ab 2020 bzw. 2025 für alle Landwirte Pflicht. Belastend für das Grundwasser werde es, wenn die Gülle regional zu konzentriert ausgebracht werde. Besser als wenige Intensiv-Gülleduschen sei eine regelmäßigere Gülle-Ausbringung in kleineren Mengen und Absprachen von Landwirten untereinander. „Auf eine Ausbringung von Freitag Mittag bis Montag früh sollte auf Flächen, die dichter als 500 Meter an eine Wohnbebauung grenzen, gänzlich verzichtet werden“, fordert Neumann, „dann klappt es auch mit den Nachbarn auf dem Land.“ Im digitalen Zeitalter sei denkbar, seine Nachbarn vor Düngerfahrten per SMS oder Whats App zu benachrichtigen - einmal digital eingerichtet, sei dies kein großer Aufwand. Gülleausbringung funktioniere nicht nach Kalender, sondern müsse den Witterungsbedingungen angepasst werden. Um klimaschädliche Ammoniakemissionen aus der Gülle zu vermeiden, seien günstige Witterungsverhältnisse mit möglichst niedrigen Temperaturen, bedecktem Himmel, Windstille, nachfolgenden Niederschlägen notwendig. Bei der jetzigen Witterung mit wassergesättigten Böden könne die Gülle nicht mehr aufgenommen werden und belaste nur die Gewässer.
Hintergrund: Neben klimaschädlichen Gasen, die aus der Gülle in die Atmosphäre entweichen, schwindet bei übermäßiger Düngung die Vielfalt der Arten auf und neben dem Acker. Der Boden kann diese Nährstoffe dann nicht aufnehmen; es besteht die Gefahr, dass die Gülle bei späterem Regen in Oberflächengewässer gespült wird. Über Flüsse gelangen die Nitrate ins Meer und fördern das Algenwachstum. Die Ostsee droht auf diese Weise zu ersticken. Aus dem Stickstoffdünger Gülle entsteht Nitrat, das auch die Gesundheit von Mensch und Tier schädigen kann.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…

PM 1/ 25.1.2017

NaturFreunde S-H laden ein:
„Runder Tisch“ für weniger Pestizide

Kiel, 25.1.2017. Die NaturFreunde S-H laden alle Interessierten für den 15. Februar 2017 um 18.00 Uhr zum Runden Tisch „Pestizide reduzieren – aber wie?“ in das Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kollhorster Weg 1 in Kiel ein. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung über naturfreunde@naturfreunde-sh.de gebeten.

Mehr…

„Pestizide sind in unserer Umwelt allgegenwärtig. Sie gefährden unsere Gesundheit und die von Tieren. Sie bedrohen unsere Böden und das Grundwasser. Der Einsatz von Pestiziden ist trotz gesetzlicher Vorgaben zur Verringerung des Einsatzes seit dem Jahr 2000 in Deutschland sogar noch gestiegen.“, erklärt Dieter Neumann, Landesvorsitzender der NaturFreunde S-H. „Es gibt trotz Europäischer Gewässerschutzvorgaben, einem Nationalen Aktionsplan zur Reduzierung des Pestizideinsatzes und freiwilliger Vereinbarungen der Anwender keine Trendwende hin zu einem geringeren Einsatz in von Pestiziden,“ Aufgrund des hohen Flächenanteils der Landwirtschaft ist Schleswig-Holstein mehr als andere Bundesländer von Pestizid-Anwendungen betroffen. Pestizide und deren Abbausubstanzen können in über 90 Prozent aller Meßstellen in Oberflächengewässern in Schleswig-Holstein nachgewiesen werden, im Grundwasser sind es fast die Hälfte aller Meßstellen - bei über 10 Prozent sogar mit Überschreitungen des zulässigen PestizidGrenzwertes. Der Anteil des Öko-Landbaus, der ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auskommt, ist der geringsten im Bundesgebiet. „Die NaturFreunde wollen mit ihrem neuen Projekt Initiativen starten, um den Pestizideinsatz in Schleswig-Holstein zu verringern,“ so Dieter Neumann weiter. „Wir wollen dazu alle an einen Runden Tisch holen, um gute Beispiele zu verbreiten und um gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen. Das Problem Pestizide betrifft uns alle.“ Chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel werden vor allem auf dem Acker, mit Ausnahmegenehmigungen aber auch auf Gleisanlagen, öffentlichen Wegen und Plätzen verwendet. Außer in der Landwirtschaft setzen Baumschulen und Privatanwender oftmals unnötigerweise Pestizide ein. In der Folge sind Spuren dieser Gifte überall zu finden - im Boden, in Gewässern, in Baumrinden, in menschlichem Blut und selbst im Fettgewebe der in der Arktis lebenden Eisbären. Sie können der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt erheblich schaden.

Kontakt für Medien: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

Weniger…