Landschaft der Jahre 2010/2011:
Slowakischer Karst -Aggtelek Karst
Die Präsidentenkonferenz der Naturfreunde Internationale hat die Karstregion im Grenzgebiet zwischen Nordungarn und der Südslowakei zur „Landschaft des Jahres 2010/2011 – Slowakischer Karst - Aggtelek Karst" ernannt.
Landschaft der Jahre 2007-2009:
Das Donaudelta in Rumänien
In mehr als 10.000 Jahren hat die Donau ihr Delta geschaffen und mündet im Grenzgebiet Rumäniens und der Ukraine ins Schwarze Meer. Ein traumhaftes Reiseziel, in dem ursprüngliche Natur noch erlebt werden kann. Gebiete wie das Donaudelta sind selten geworden in Europa. Ein kostbares Erbe unseres Kontinents. Die Naturfreunde Internationale bietet gemeinsam mit den rumänischen Naturfreunden eine ganze Reisereihe und einen Donaudelta-Jahreskalender 2007 an.
Die Emscher
Die Flusslandschaft der Jahre 2010/2011
Nach der Nette in Rheinland-Pfalz wird die Emscher in Nordrhein-Westfalen NaturFreunde-Flusslandschaft des Jahres 2010/2001 werden.
Eine doppelte Herausforderung, denn einerseits waren die Aktivitäten an der Nette wegweisend (mehr in der Septemberausgabe der NATURFREUNDiN), andererseits galt die Emscher lange Zeit als schmutzigster Fluss Deutschlands. Denn der etwa 83 Kilometer lange Fluss wurde seit der Industrialisierung für Abwasser (Kloake), Grubenwasser der Bergwerke und Industrieabwasser der großen Stahlwerke missbraucht.
Mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet und dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Menschen wurde aber auch die Emscher wieder sauberer. Zielsetzung dieser Flusslandschaft ist, die gewaltigen Veränderungen, die die „Kloake“ Emscher erfahren hat, den Menschen bewusst zu machen und aufzuzeigen, dass auch das Ruhrgebiet wieder zu einer lebenswerten und gesunden Region werden kann.
Die NaturFreunde vor Ort wollen ihr Engagement an neu erschlossenen Erholungsräumen mit intakter Umwelt messen lassen. Im Einzugsbereich der Emscher gibt es über zehn aktive Ortsgruppen, die sich schon jetzt an Renaturierungskonzepten beteiligen und Rad- und Wanderwege konzipieren.
Information und Kontakt
Wulf Homann
Menglinghauser Str. 96
44227 Dortmund
(0231) 75 17 09
Ein netter kleiner Strom!
Die wunderschöne Nette ist die Flusslandschaft der Jahre 2008/2009
Da wo die Eifel ihre höchsten Erhebungen
hat, östlich des Schöneberges, mit 668 Metern
Höhe, einer der höchsten Berge der Hocheifel,
entspringt offiziell nördlich von Lederbach im
Landkreis Ahrweiler ein vorerst kleines Bächlein,
die Nette.
Die NaturFreunde „Amt für Bergpflege“ in
Kettig schlugen die Nette nebst ihrem Einzugsgebiet
als nächste Flusslandschaft vor. Unterstützung
erhielten sie von den jeweiligen Landesverbänden
der NaturFreunde und des Anglerverbands
in Rheinland-Pfalz. Mit Erfolg, denn die
Nette bietet neben einem wunderschönen artenreichen Flusslauf auch gute Anknüpfungspunkte
für eine ökologische Flussgebietsentwicklung.
1989/90 hat der Landkreis Mayen-Koblenz
den Gewässerpflegeplan „Nette/Krufter Bach“
in Auftrag gegeben. Heute lässt sich schon vieles
von dieser Vision vor Ort ansehen, aber es sind
noch zehn Wehre an der Nette umzugestalten.
Inzwischen gibt es Vorgaben der EU, die diese
Vorhaben zwingend machen. 2005 wurde der
Pflegeplan zu einem Flussgebiets-entwicklungsprogramm
für das gesamte Gewässersystem der
Nette weiterentwickelt. In diesem Rahmen wurden
seither zahlreiche Maßnahmen zur Wiederherstellung
der Durchgängigkeit der Nette durchgeführt.
Darüber hinaus gibt es seit langem eine
starke Arbeitsgemeinschaft „ARGE Nette“, in der
die NaturFreunde mit Naturschutzverbänden,
Anglern, Kommunen und Elektrizitätswerken zusammenarbeiten.
Eine Besonderheit dieses Flusses ist seine
Einbettung in die vulkanische Geologie der
Osteifel. In einem aktuellen Projekt soll mit Unterstützung
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
die Nette-Mündung in den Rhein bei Weißenthurm
renaturiert werden. Der Fluss ist auch
vom Lachs wieder-besiedelt worden, obwohl keine
Besatzmaßnahmen durchgeführt wurden. Bedrohte Fischarten wie Steinbeißer und Bitterling
finden in der Nette ihre Heimat.
Der Oberlauf der Nette ist stark bewaldet.
Zahlreiche Rinnsale und Bäche lassen die Nette
in ihrem Lauf anwachsen, bis sie an der „Ruut
Bröck“ bei Weißenthurm nach 55 Kilometern
den Rhein erreicht. In der Flusslandschaft vorherrschend
sind Eichen- und Hainbuchenwälder.
Dort wachsen Rippenfarn, Waldschachtelhalm,
Knabenkraut und Roter Fingerhut. An einem unteren
Talabschnitt findet man die Kuhschelle, die
Graslilie, das Wunderveilchen und ein Dutzend
Orchideenarten.
Weitere Informationen
Eckart Kuhlwein · flusslandschaft@naturfreunde.de
NaturFreunde Amt für Bergpflege Kettig
Elmar Hillesheim · Telefon (02637) 56 16
E-Mail: hillesheim@naturfreunde.de
www.naturfreunde.de
www.vulkanpark.com



