Der Ernährungsrat Kiel startet mit Koordinierungsstelle neu durch

Kiel, 1. November 2020 - Nach einer längeren Pause schmieden wir wieder Pläne für Veranstaltungen und Aktionen und laden alle Interessierten herzlich ein, mitzumachen! Untätig waren wir allerdings auch in den zurückliegenden Monaten nicht, haben wir doch einen eine Koordinierungsstelle für den Ernährungsrat etabliert, die beim Landesverband NaturFreunde angesiedelt ist. Sie soll die organisatorischen Arbeiten unterstützen, eine kontinuierliche Erreichbarkeit sicherstellen und allen ggf. Infos zu aktuellen Entwicklungen zukommen lassen.  Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten in 2021 soll „Regionalität“ sein - verbunden mit der Frage, wie können wir den hiesigen landwirtschaftlichen und weiterverarbeitenden Betrieben helfen, mehr für den heimischen Markt bzw. in der Region zu produzieren? Dazu planen wir eine Veranstaltungsreihe, die möglichst im Januar 2021 starten soll und möchten wir das Konstrukt „Ernährungsrat“ auch in anderen schleswig-holsteinischen Städten bekannter machen. Wir laden alle ein, Ideen mit einzubringen und mitzuwirken. Wir hoffen natürlich, dass uns die Pandemie im kommenden Jahr nicht extrem einschränken wird und es lediglich bei Videokonferenzen bleiben wird

Der Ernährungsrat Kiel ist gegründet

"Wir sind Ernährungsrat" - Gründungsveranstaltung im Kieler Rathaus im Januar 2018

Kiel, 18. Januar 2018 - Wir sind Ernährungsrat: Rund 100 Gäste aus Kiel und Umland sind der Einladung gefolgt und am Ende war das Interesse an einer Zusammenarbeit und an einer aktiven Mitarbeit überwältigend. Doris Grondke, Stadträtin für Stadtentwicklung und Umwelt, hatte in ihrem Grußwort diese Initiative begrüsst und die Bereitschaft der Stadt zugesichert, die Arbeit des Ernährungsrates wohlwollend zu begleiten. Dr. Wilfried Bommert, Landwirtschaftsexperte, hatte in seinem Vortrag den großen Bogen geschlagen: Von der Krise des globalen Ernährungssystems bis auf den Kieler Teller. Ernährung, so sein Fazit, ist hoch politisch. Was die Themen sein könnten, die der Ernährungsrat bearbeiten könnte, machten die vielen Karten deutlich, auf denen die TeilnehmerInnen der Veranstaltung ihre Anregungen niedergeschrieben hatten: Kiel kann und soll sich künftig stärker regional ernähren, Schulen, Kindergärten, Kantinen in diese Entwicklung einbezogen werden, wir alle müssen dazulernen und Ernährung ist eine Schlüsselkompetenz, die in Schulen, Kindergärten und in der Bildungsarbeit noch intensiver bearbeitet und vermittelt werden muss. In der Diskussion kamen viele spannende Vorschläge auf, wie Stadt und Land besser vernetzt werden könnte, wie man die Landwirtschaft und vor allem die kleinen produzierenden Betriebe unterstützen könnte, damit uns allen die Ernährungswende gelingt. Die Bereitschaft der Zivilgesellschaft mit denen, die für die Städte die Lebensmittel erzeugen, zusammenzuarbeiten, ist groß.  Als nächster Schritt ist ein Arbeitstreffen im Februar geplant, das das Arbeitsprogramm des Ernährungsrates konkretisieren und fokussieren soll.

Pressekonferenz zur Gründung eines Ernährungsrates für Kiel

Die Initiatoren sind (von links): Nele Marquart (Studentin Agrarwissenschaften und SoLawi), Ernst Schuster (Die Nordbauern), Nicoline Henkel (Umweltschutzamt Kiel), Anja Rolf (SoLawi und Imkerin), Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), Marie Delapièrre (Inhaberin "Unverpackt") und Christine Ax (Schriftstellerin und Umwelt-Aktivistin)

Kiel, 15. Januar 2018 - Der Initiativkreis eines geplanten Ernährungsrates für Kiel, zu dem auch die NaturFreunde gehören, hat eine Pressekonferenz veranstaltet. Hierbei wurden die Gründe und die jeweilige persönliche Motivation der Initiatoren für eine Ernährungswende und "Essbare Städte" dargestellt.

Unsere Ernährung ist in hohem Maße konzentriert, globalisiert und an den Bedürfnissen der Städte orientiert und das Ernährungssystem ist in vielerlei Hinsicht krank. Städte als Hauptprofiteure dieser Entwicklung, können und müssen einen wichtigen Beitrag leisten, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Die wachsende Zahl an Ernährungsräten weltweit und in Deutschland entspringt dem Wunsch und der Bereitschaft der Zivilgesellschaft mehr Verantwortung für dieses lebenswichtige Thema zu übernehmen. Sie wollen mit ihrer Arbeit dazu beitragen eine naturverträgliche Landwirtschaft in ihrer Region zu stärken, Stadt und Land ins Gespräch zu bringen, wo immer möglich die Ernährungssicherheit und -souveränität zu stärken sowie eine ausreichende und möglichst gesunde Ernährung für alle sicherzustellen.

Artikel in den Kieler Nachrichten

Artikel Im Kieler Express