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Kiel, 8.6.2017

 

Appell an künftige Koalitionspartner und Landesregierung:

Der Einsatz von Pestiziden muss verringert werden!

 

Der „Runde Tisch Pestizide reduzieren“, ein Projekt der NaturFreunde Schleswig-Holstein, fordert die Parteien, die zur Zeit einen Koalitionsvertrag verhandeln, auf, Maßnahmen zu einer drastischen Reduzierung der Verwendung von Pestiziden zu vereinbaren und diese verbindlich mit nachprüfbaren Zielen für eine künftige Landesregierung festzuschreiben.

Konkret fordert der „Runde Tisch für eine Verringerung des Pestizideinsatzes“ die Aufnahme folgender Maßnahmen in die Koalitionsvereinbarungen:

 

  • Den Einsatz chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel ist deutlich reduzieren, klare Reduktionsziele – wie viel bis wann - wie in Frankreich und Dänemark festsetzen,

  • auf Bundesebene soll sich für ein Verbot von Pestiziden auf Nicht-Agrarflächen nach dem Vorbild Frankreichs und für eine Steuer auf Pestizide eingesetzt werden,

  • auf eine Nichtverlängerung der Zulassung von Glyphosat und ein Verbot anderer besonders gefährlicher Stoffe wie Glufosinat und Neonicotinoide hinwirken,

  • auf Landesebene:

  • für eine Verringerung des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft durch die finanzielle Unterstützung von Landwirten bei der Umstellung und die Werbung für alternative Pflanzenschutzmaßnahmen sorgen,

  • die Leitlinien der „Guten fachlichen Praxis“ an den heutigen Stand anpassen und „integrierten Pflanzenschutz“ strenger zdefinieren,

  • die sachgemäße Anwendung kontrollieren und hierzu neue Stellen schaffen,

  • keine Pestizide in ökologisch wertvollen Gebieten wie NATURA 2000 oder Wasserschutzgebieten verwenden,

  • neue Grundwasserschutzgebiete ausweisen, die Bestimmungen für bestehende anpassen und deren Einhaltung kontrollieren, hierzu neue Stellen in der Landesverwaltung schaffen,

  • Forschung und Beratung vorrangig an den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt ausrichten und nicht überwiegend an ökonomischer Effizienz,

  • das Toxikologische Institut an der Uni Kiel erhalten und ausbauen,

  • die WRRL (EG-Wasserrahmenrichtlinie) mit der Verringerung von Nährstoff- und Pestizideinträgen prioritär umsetzen,

  • ein landesweites Nährstoff- und Pestizidkataster aufbauen,

  • das bestehende Verbot der Verwendung von Pestiziden auf Nichtkulturflächen kontrollieren, hierzu neue Stellen schaffen,

  • den Einsatz von Pestiziden auf kommunalen Nichtkulturflächen möglichst ganz unterbinden, durch eine Landesverordnung Ausnahmeregelungen an strenge Voraussetzungen knüpfen.

 

Mit einer Verringerung der Verwendung von Pestiziden soll nach Ansicht des „Runden Tisch“ dort sofort begonnen werden, wo ihre Anwendung nicht notwendig ist. Hierzu gehören kommunale Flächen und private Gärten. In der konventionellen Landwirtschaft ist ein völliger Verzicht noch nicht umsetzbar, daher sollen dort Sofortmaßnahmen zu einer deutlichen Verringerung unverzüglich eingeleitet und den Landwirten angeboten werden.

Das Vorsorgeprinzip muss durchgesetzt werden, der Schutz der Gesundheit, des Grundwassers und der Gewässer, des Bodens sowie der Artenvielfalt muss unbedingten Vorrang vor kurzfristigen ökonomischen Interessen Einzelner oder einzelner Industrien haben.

Pestizide sind in unserer Umwelt allgegenwärtig: Sie finden sich nicht nur im Boden, in Gewässern und Grundwasser, sondern können auch in Lebensmitteln und dem menschlichen Körper nachgewiesen werden. Pestizide sind nicht nur, neben Monokulturen und einer industrialisierten Landwirtschaft, die wichtigste Ursache für den dramatischen Artenrückgang. So ist die Masse der Insekten in den letzten 15 Jahren um 80 Prozent zurückgegangen, allein 39 Wildbienenarten sind ausgestorben. Rund Dreiviertel der heimischen Acker- und Wiesenvögel sind akut gefährdet. Die Menge der verkauften Pestizide ist dagegen dramatisch gestiegen, über 100 000 Tonnen werden jedes Jahr allein in Deutschland verkauft. Die deutschen Pestizidhersteller haben einen jährlichen Umsatz von 1,6 Milliarden. Euro, die Schäden für Natur und Umwelt, Grundwasser und Gesundheit zahlen alle.

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Einladung 2. runder Tisch

Wir unterstützen die Europäische Bürgerinitiative für ein EU-weites Glyphosat-Verbot

Glyphosateinsatz bis an den Wassergraben in LienenDie EU-Kommission entscheidet noch in diesem Jahr, ob das wahrscheinlich krebserregende und erbgutverändernde Pestizid Glyphosat weiter auf unseren Feldern ausgebracht werden darf. Mit einer europäischen Bürgerinitiative (EBI) soll die Zulassung für Glyphosat verhindert werden. Bis Ende Juni müssen dafür 1 Million Unterschriften gesammelt werden. Unterschreiben Sie mit für ein Verbot des gefährlichen Ackergiftes! Eine EBI ist das machtvollste Mittel, dass die EU für uns Bürger/innen hat, um sich einzumischen.

Foto: Kruse. Glyphosat bis an den Wassergraben

 

Der US-Agrochemie-Riese Monsanto, der das Gift 1974 auf den Markt brachte, pumpt eine Menge Geld in seine Lobbyarbeit. Schon im letzten Jahr sollte die Zulassung für Glyphosat erneuert werden – für 15 weitere Jahre! Aufgrund der Proteste von Hunderttausenden enthielt sich Deutschland und so fehlte die entscheidende Mehrheit. Die EU-Kommission konnte die Zulassung lediglich für 18 Monate bis Ende 2017 provisorisch verlängern.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid. Es wird über die Blätter aufgenommen und gelangt mit Hilfe sogenannter Netzmittel von dort bis in die Wurzelspitzen. Als Totalherbizid tötet es unselektiv alle Pflanzen ab, die nicht gentechnisch verändert sind. Etwa 6000 Tonnen werden jährlich in Deutschland auf mindestens 40% der Ackerflächen ausgebracht, meist vor der Aussaat, um den Acker zu „räumen“. Daneben kommt es immer noch auch kurz vor der Ernte zum Einsatz, um die Reife zu beschleunigen (Sikkation) und nach der Ernte auf den Stoppelfeldern. Die nötige Wartezeit zwischen Ausbringung und Ernte wird nicht immer eingehalten, so dass Nahrungs- und Futtermittel mit Glyphosat belastet sind.

Glyphosat wird aber auch in Kleingärten, auf Privatgrundstücken, auf kommunalen Flächen, entlang von Autobahnen, Straßen und entlang von 30000 km Schienennetz ausgebracht.

In den USA und in Südamerika ist der massive Einsatz von glyphosathaltigen Präparaten untrennbar mit dem Anbau genveränderter Kulturpflanzen verbunden. Monsanto vermarktet glyphosatresistente Genpflanzen im großen Stil unter dem dem Namen „Roundup Ready“ RR), z. B. RR-Soya und RR-Mais. So können die Kulturen während der gesamten Anbauzeit mit Glyphosat behandelt werden. Der Einsatz von Glyphosat ist in den Anbauländern in den letzten Jahren rasant angestiegen mit negativen Folgen für Menschen, Tiere und Artenvielfalt.

In Deutschland hat bisher noch kein Anbau von genmanipulierten Pflanzen stattgefunden. Mit Glyphosat belastetes Kraftfutter aus genmanipulierten Pflanzen, z. B. Gensoja aus den USA, ist für unsere Tiere aber zugelassen und gelangt so auch in unsere Nahrung. Monsanto und Co. drängen darauf, den EU-Markt noch weiter für Gentechnik zu öffnen.

Glyphosat findet sich mittlerweile fast überall: in tierischen und pflanzlichen Produkten, in unserem Körper (nachgewiesen in Blut und Urin) und in der Umwelt und gefährdet unsere Gesundheit.

Unabhängige Untersuchungen bringen Glyphosat mit Störungen des Hormonsystems, Fehl- und Missbildungen Neugeborener, Krebs und Parkinson in Verbindung. 2015 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen“ ein.

Glyphosat hat massive Auswirkungen auf die biologische Vielfalt im Anwendungsgebiet. Neben den eigentlichen Zielorganismen werden auch Organismen weiter oben in der Nahrungskette wie z. B. Insekten und Vögel gefährdet und getötet. Nicht nur die behandelten Flächen selbst sind belastet, sondern auch angrenzende Biotope durch nicht eingehaltene Mindestabstände, durch Abdrift und Erosion. Für Pflanzen und Tiere verschwinden Nahrungsgrundlage, Lebensräume und Nistplätze.

Durch abfließendes Wasser, z. B. bei starken Regengüssen, gelangt das Gift auch in Gewässer. Dort schädigt es die sensiblen Wasserorganismen wie Amphibien, Fische, Wirbellose.

In den Böden wird es zumeist nicht innerhalb einer Fruchtfolge abgebaut, was dort bei erneuten Einträgen zu immer höheren Konzentrationen  führt und zu einer zusätzlichen Aufnahme über die Wurzeln in die Folgekulturen. Im Boden hat das Gift direkten schädigenden Einfluss auf die Bodenorganismen und die Mikrobiologie und bringt das sensible Gleichgewicht durcheinander, auch mit negativen Folgen für die Nährstoffversorgung der Kulturpflanzen, die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit und für den Abbau der Pestizide. Auch gelangt durch die Böden der landwirtschaftlichen Flächen nicht abgebautes Glyphosat oder das direkte Abbauprodukt AMPA in das Grundwasser und so auch in unser Trinkwasser. 

                         

 

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Glyphosat ist nach wie vor in Gartencentern, Baumärkten und im Internet für jeden frei erhältlich. Einige Händler wie z. B. das Bauhaus, haben entschieden, die Mittel freiwillig nicht mehr zu verkaufen.

  

Die Europäische Bürgerinitiative fordert ein EU-weites Glyphosat-Verbot und den Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden!

Machen Sie mit und unterschreiben Sie hier:

EBI-Glyphosatverbot

 

Die NaturFreunde S-H laden ein:

Runder Tisch“ Pestizid-Reduktion

 

Wer? NGO, Sachkundige, Betroffene, Interessierte

Wann? Mittwoch, den 15. Februar 2017 um 18.00 Uhr

Wo? Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kollhorster Weg 1 in 24109 Kiel

Was? Gründung „Runder Tisch“ Pestizide

Warum? Zu hoher Pestizid-Einsatz in S-H

Anmeldung? Ja. Bitte per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Trotz zahlreicher gesetzlicher Vorgaben und freiwilliger Vereinbarungen ist bei Pestiziden keine Trendwende hin zu einem geringeren Einsatz in Sicht. In 2014 wurden in Deutschland rund 106.155 Megagramm Pflanzenschutzmittel mit 34.500 Megagramm an Wirkstoffen verkauft. Diese Substanzen werden vor allem auf dem Acker, mit Ausnahmegenehmigungen aber auch auf Gleisanlagen, öffentlichen Wegen und Plätzen verwendet. Außer in der Landwirtschaft setzen Baumschulen, Gemeinden und Privatanwender oftmals unnötigerweise Pestizide ein. In der Folge sind Spuren dieser Gifte überall zu finden - im Boden, in Gewässern, in Baumrinden, in menschlichem Blut und selbst im Fettgewebe der in der Arktis lebenden Eisbären. Sie können der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt erheblich schaden.

 

Seit dem Jahr 2000 ist der Absatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sogar erkennbar angestiegen – dies obwohl die EU mit der EG-Wasserrahmenrichtlinie sowie die Bundesrepublik in ihrem „Nationalen Aktionsplan zur Reduzierung des Pestizideinsatzes“ Gegenteiliges vorschreiben. Schleswig-Holstein ist mehr als andere Bundesländer von einem zu hohen Pestizideinsatz betroffen. Das liegt am bundesweit höchsten Flächenanteil des Hauptanwenders Landwirtschaft, der rund 70 Prozent der Landesfläche ausmacht. Der Anteil des Ökolandbaus, der nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln wirtschaftet, ist hingegen leider einer der Geringsten im Bundesgebiet. Grund genug für die NaturFreunde S-H sich diesem Missstand zu widmen. Wir wollen in 2017 über Podiumsdiskussionen, Exkursionen, Vortragsangebote und Info-Stände aktiv werden und laden alle Interessierten ein, mit uns zusammenzuarbeiten. Starten wollen wir am am 15. Februar 2017 mit einem „Runden Tisch“ Pestizid-Reduktion.

 

Für Rückfragen:

Angelika Elak

Tel. 0431-98282995 (10 bis14 Uhr)

   

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