Pressemitteilungen 2019
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PM12/19.08.2019

Kinder haben ein Recht auf gesunde Spielräume:
NaturFreunde fordern vom Umweltminister Rauchverbot auf Kinderspielplätzen

Kiel, 19. August 2019 – Sandkisten dürfen nicht länger als Ascher genutzt werden, so die NaturFreunde S-H. Sie appellieren an die Landesregierung, das Rauchen auf Kinderspielplätzen landesweit zu verbieten. Die Gesetzgebungskompetenz dafür liege beim Umweltministerium.

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Im Gegensatz zu Bayern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland habe Schleswig-Holstein ein landesweites Rauchverbot auf Kinderspielplätzen bisher leider versäumt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zu Umweltverschmutzungen durch Zigarettenkippen hervor. Worauf wartet der Umweltminister noch?“, fragt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Zigarettenkippen sind hochgiftig und gehören nicht auf Spielplätze und andere von Kindern genutzten Räume.“ Die Filter nähmen mit bis zu 50 Prozent des Teers aus dem Zigarettenrauch auf und seien mit giftigen und krebserzeugenden Substanzen wie Nikotin in hoher Konzentration angereichert.

Bei zahlreichen Gesprächen mit Passanten, Parteien und Behörden an ihrem Info-Stand - so am vergangenen Freitag auf dem Südermarkt in Flensburg - stießen die NaturFreunde S-H mit ihrer Forderung ausschließlich auf Zuspruch. Viele Besucher bestätigten den NaturFreunden bei ihrer diesjährigen Aufklärungskampagne mit Sammelaktionen, so in Bordesholm, Eckernförde, Falshöft, Flensburg, Gelting, Kiel und Schleswig, dass Kippen auf ein auf fast allen Kinderspielplätzen vorkommendes Problem seien.

Kleinkinder steckten gerne Zigaretten in den Mund, denn Kinder seien natürliche Nachmacher und ahmten die Großen gerne nach. So sei es nur allzu verständlich, dass Tabakvergiftungen zu den häufigsten Vergiftungen im Kindesalter zählten. Bei Kleinkindern könne schon eine verschluckte Kippe zu Vergiftungssymptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Die bundesweiten Giftnotrufzentralen befassten sich häufig mit der Frage der Vergiftung von Kindern durch Verschlucken von ganzen Zigaretten oder Kippen. Nikotin sei nach Medikamenten die häufigste Ursache einer Vergiftung im Kleinkindalter.

Ein Verbot müsse grundsätzlich das letzte Mittel sein, so die NaturFreunde, aber die Gesundheit von Kleinkindern stehe über dem Wunsch, überall zu rauchen.

Kontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116


 

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PM11/12.08.2019

NaturFreunde informieren in Flensburg 
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Kiel/ Flensburg, 12. August 2019 - Über Zigarettenkippen als eine verkannte Umweltgefahr informiert der NaturFreunde Landesverband am Freitag, den 16. August ab 11.00 Uhr in der Flensburger Innenstadt auf dem Südermarkt. Das städtische Ordnungsamt sowie Vertreter der Lokalpolitik haben zugesagt ebenfalls vor Ort zu sein.

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Die NaturFreunde wollen aufklären, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Stummel zurück auf unseren Teller gelangen. Veranschaulicht werden die von den Zigarettenkippen ausgehenden Umweltgefahren anhand einer kleinen Ausstellung. Mit konkreten Vorschlägen, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, wollen sich die NaturFreunde an Behörden und Kommunalpolitik wenden.

Ab 13.00 Uhr starten die NaturFreunde S-H zur Demonstration eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Infos zu weiteren Aktionen unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.html
Anlage: Faltblatt

Kontakt: Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116


 

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PM10/29.07.2019

NaturFreunde informieren in Lübeck 
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Kiel/ Lübeck 29.7.2019 - Über Zigarettenkippen als ein  leicht vermeidbares Gift auf unseren Straßen und in der Natur informieren die NaturFreunde Lübeck zusammen mit dem Landesverband am Samstag, den 3. August ab 11.00 Uhr in der Breiten Straße in Lübeck.

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Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe unsachgemäß entsorgter Kippen zurück auf unseren Teller gelangen. Dazu werden konkrete Vorschläge gemacht, was zu tun ist, um das Problem zu lösen. Anhand einer kleinen Ausstellung wird über die Umweltgefährdung informiert. Für Interessierte liegen Infomaterialien zum mitnehmen bereit. Auch wer wissen möchte, wer die NaturFreunde in Lübeck sind, ist herzlich zum Gespräch am Stand in der Breiten Straße eingeladen.

Parallel zum Info-Stand starten die NaturFreunde S-H ab 13.00 Uhr eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Kontakt:
Jörg Lambrecht, mobil 0174 6106596


 

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PM09/17.07.2019

NaturFreunde informieren über Zigrettenkippen in Gelting

Gelting, 17.07.2019 - Über Zigarettenkippen als leicht vermeidbares Gift auf unseren Straßen und am Strand informieren die NaturFreunde Gelting-Angeln-Flensburg auf den "Geltinger Festtagen" am Samstag, den 20. Juli von 11 bis 16.00 Uhr. Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Kippen zurück auf unseren Teller gelangen.

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Dazu werden konkrete Vorschläge, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, vorgestellt. Anhand einer kleinen Ausstellung wird über die Umweltgefährdung informiert. Für Interessierte liegen Faltblätter zum mitnehmen bereit. Auch wer wissen möchte, wer die NaturFreunde in Gelting sind, ist herzlich zum Gespräch am Stand eingeladen.

Weitere Infos unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.html

Kontakt:
Jürgen Klose, mobil 0160 90242558


 

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PM08/15.07.2019

Einladung an die Medien

Kiel, 15.07.2019 – Für Donnerstag, den 18. Juli 2019 um 11.00 Uhr laden Studierende am Geomar Institut Kiel, Kurs „Ocean Sustainability", sowie die NaturFreunde S-H nach Kiel an den Falkensteiner Strand ein, Treffpunkt ist der Fähranleger Falkenstein (Falckensteiner Strand, 24159 Kiel). Gemeinsam widmen wir uns dem Umweltproblem unsachgemäß am Strand entsorgter Zigarettenkippen. Von den Studierenden wurden eine eigens erarbeitete Infotafel und Aschenbecher zum Ausleihen für Raucher aufgestellt. Dabei sein wird auch der „High Spirits Hochseilgarten", der sich in Falckenstein befindet und das Schild finanziert hat. Ein zweites Schild ist in Planung, möglichst viele weitere - zusammen aufgestellt mit Aschenbechern zum mitnehmen - sollen folgen.

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.Eine Lösung der Kippenproblematik, die wir Ihnen gern erläutern möchten, erhoffen wir uns eher durch Aufklärung und weniger durch kaum kontrollierbare Rauchverbote am Strand.

Kontakt:
Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), mobil 0176 20508116
Shoshanna Dorany (Uni Kiel), mobil 0176 69731516


 

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PM07/28.05.2019

NaturFreunde fordern zum Weltnichtrauchertag:
Nicht wegschauen - handeln gegen die Kippenflut

Kiel, 28.05.2019 – Weltweit werden jährlich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 5,6 Billionen gerauchter Zigaretten rund 4,5 Billionen Kippen überall dort, wo sich Menschen aufhalten, achtlos weggeworfen. Kippen sind aber nicht nur ein ästhetisches Problem der Vermüllung, sondern eine unterschätzte gravierende Umweltgefahr. Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai fordert der NaturFreunde Landesverband Rauchende und die Politik auf, drastische Maßnahmen gegen die Kippenflut in Städten, Kommunen, in der Landschaft und an den Stränden von Nord- und Ostsee zu ergreifen.

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„Wir appellieren an alle Rauchenden, ihre Kippen nicht achtlos auf die Straße oder in die Natur wegzuwerfen, sondern sie wieder mitzunehmen", so Dr. Ina Walenda vom Landesverband der NaturFreunde. "Dies geht bequem in Taschenaschenbechern, eine kleine Metalldose tut es auch. Zigarettenkippen gehören in den Restmüll, denn andernfalls gelangen die Gifte in unsere Umwelt und über die Nahrungskette auf unsere Teller."

In den Orten gebe es keine Straße, in deren Rinnstein oder Fußweg sich nicht Kippen finden. Besonders häufig würden Kippen offensichtlich auf öffentlichen Plätzen, in Rabatten oder angrenzendes Gebüsch sowie vor häufig besuchten Eingängen von Geschäften wild entsorgt. Die Rücksichtslosigkeit vieler Raucher sei erschreckend. Kippen fanden die NaturFreunde S-H bei ihren Sammelaktionen praktisch überall, oft nur wenige Schritte von einem öffentlichen Ascher entfernt, an den Stränden sind Kippen inzwischen der häufigste Müll.

Die Landespolitik fordern die NaturFreunde S-H auf, das Rauchen auf Kinderspielplätzen zu verbieten. Die Gesetzgebungskompetenz dafür liege beim Umweltministerium. Im Gegensatz zu Bayern, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland habe Schleswig-Holstein ein solches Verbot bisher leider versäumt. Auch sollte eine Aufklärung verpflichtend über die Schulen erfolgen. Die Kommunen sollten deutlich mehr Aschenbecher im öffentlichen Raum aufstellen, Geschäfte mit viel Publikumsverkehr wie Restaurants, Supermärkte oder Bäckereien sollten an ihren Eingängen Ascher mit entsprechenden Hinweisen anbringen. Dies müsse ebenso für Bahnhofeingänge, Veranstaltungsräume und öffentliche Gebäude gelten.

Das Wegwerfen von Zigarettenkippen ist laut Abfallgesetz eine „unzulässige Abfallentsorgung“, also verboten. Um so unverständlicher sei es, so der NaturFreunde Landesverband, dass diese Ordnungswidrigkeit von den Behörden eher selten verfolgt und nur der Müll teilweise mit großem Aufwand beseitigt würde. Dabei könnte vorhandenes oder zusätzliches Personal leicht aus den Bußgeldern finanziert werden.

„Die Naturfreunde fordern öffentlichkeitswirksame Kontrollen durch die Ordnungsämter ähnlich den landesweiten „Blitzerkontrollen.“, so Walenda. „Die Kommunen können die Höhe der Bußgelder selbst festlegen und sollte diese drastisch auf 100 Euro erhöhen, um uneinsichtige Umweltverschmutzer abzuschrecken. Das Wegschnippen von Kippen ist ein Umweltvergehen, kein Kavaliersdelikt.“

Insgesamt bedürfe es, so die NaturFreunde, mehr Aufklärungsarbeit über die Umweltgefahren. Die Filter bestünden aus Zelluloseazetat, also nicht abbaubarem Kunststoff, und sie schadeten der Umwelt damit ebenso wie Plastiktüten. Abgerauchte Filter enthielten über 4000 Chemikalien, darunter krebserzeugende Substanzen wie Nikotin, Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol, Nitrosamine und polyzyklische Kohlenwasserstoffe (PAK). Werden sie einfach in der Umwelt entsorgt, könnten die Schadstoffe, über die Kläranlage oder direkt, in die Gewässer gelangen, dort von Wassertieren aufgenommen werden und so in unsere Nahrungskette gelangen. Die Umwelteffekte gingen zudem über die Giftwirkung hinaus - brennende Zigaretten trügen nicht unerheblich zur Feinstaubbelastung bei, auch seien sie für viele Waldbrände verantwortlich.

Weitere Infos, auch zu Zigarettenkippensammelaktionen der NaturFrunde S-H unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.htm. Die nächste Sammelaktion und Infostand zu den Umweltgefahren findet am 31. Mai ab 11.00 Uhr in der Fußgängerzone von Eckernförde statt.


Anlage: Faltblatt


Für Rückfragen:

Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116



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PM06/27.05.2019

Weltnichtrauchertag - NaturFreunde informieren in Eckernförde
Zigarettenkippen – ein brennendes Umweltproblem

Kiel/ Eckernförde 27.5.2019 - Über Zigarettenkippen als eine verkannte Umweltgefahr informiert der NaturFreunde Landesverband am Weltnichtrauchertag, Freitag den 31. Mai ab 11.00 Uhr in der Fußgängerzone von Eckernförde.

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Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Kippen zurück auf unseren Teller gelangen. Dazu werden konkrete Vorschläge, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, vorgestellt. Anschaulich informiert wird zudem mit einer kleinen Ausstellung.

Parallel starten die NaturFreunde S-H ab 13.00 Uhr eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Mehr Infos unter http://www.naturfreunde-sh.de/zigarettenkippen.html
Anhang: Faltblatt

Für Rückfragen:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116



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PM05/20.05.2019

NaturFreunde informieren in Bordesholm über Zigarettenkippen

Kiel/ Bordesholm, 20.5.2019 - Über Zigarettenkippen als eine verkannte Umweltgefahr informiert der NaturFreunde Landesverband am Freitag, den 24. Mai ab 13.00 Uhr in Bordesholm in der Einkaufszone vor der Drogerie Ilius. Erläutert wird, warum die Kippen nicht nur ein rein ästhetisches Problem sind, was Kippen und Plastiktüten gemeinsam haben und wie enthaltene Giftstoffe der weggeworfenen Kippen zurück auf unseren Teller gelangen.

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Dazu werden konkrete Vorschläge, was getan werden müsste, um das Problem zu lösen, vorgestellt. Dazu wird anhand einer kleinen Ausstellung und mittels Flyer informiert.

Ab 14.00 Uhr starten die NaturFreunde S-H eine Zigarettenkippen-Sammelaktion. Interessierte wie Medienvertreter sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Infos zu weiteren Aktionen unter www.naturfreunde-sh.de

Kontakt:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

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PM04/06.05.2019

Mehr biologische Vielfalt durch weniger Gift
Schleswig-Holstein muss endlich eine Pestizidreduktions-strategie umsetzen

Kiel 06.05.2019 - Durch eine immer intensivere Landwirtschaft gehe unseren Tieren die Lebensgrundlage verloren, beklagen die NaturFreunde S-H. Der Artenschutzbericht vom Weltbiodiversitätsrat (IPBES) nennt den hohen mengen- und flächenmäßigen Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln als maßgeblich mitverantwortlich für den Artenschwund.

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Doch es gäbe Handlungsoptionen meinen die NaturFreunde S-H und fordern Umweltminister Jan Philipp Albrecht auf, einer Landesstrategie zur Reduktion des Pestizideinsatzes jetzt die gebotene Priorität einzuräumen. „Eine Landesstrategie zur Reduzierung des Pestizideinsatzes ist überfällig“, so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Wir fordern Umweltminister Jan Philipp Albrecht auf, diese Landesstrategie jetzt endlich zu beschließen und umzusetzen.“ Der Minister müsse seine Ankündigungen, den Pestizideinsatz „konsequent“ reduzieren zu wollen, nun in konkrete Vorgaben vor allem für den Hauptanwender Landwirtschaft umsetzen. Schleswig-Holstein sei allein schon aufgrund des bundesweit höchsten Anteils an landwirtschaftlich bewirtschafteter Flächen an der Landesfläche – rund 70 Prozent - besonders von Pestizidanwendungen und Artenschwund betroffen.

Verbesserte Kontrollen zur Pestizidanwendung mit mehr Personal, einen Ausbau der landwirtschaftlichen Beratung, mehr pestizidfrei bewirtschaftete Gewässerrandstreifen, eine Untersagung des Pestizideinsatzes in Natura2000-Gebieten und beim Vertragsnaturschutz, Alternativen zum Pestizideinsatz fördern zu wollen und einen Ausbau des Blühflächenprogramms würden von den NaturFreunde begrüßt – nur müsse endlich der Startschuss für die Umsetzung fallen. Der Minister habe diese und weitere Optionen im Februar auf einer Veranstaltung der NaturFreunde S-H im Wissenschaftszentrum in Kiel angekündigt. „Worauf wartet der Minister eigentlich noch?“, fragen die NaturFreunde.

„Wir brauchen keine aufwendigen Wohlfühl-Dialog-Veranstaltungen zur Landwirtschaft“, so Walenda. „Wir brauchen endlich eine Umsetzung des Machbaren auf Landesebene“, fordern die NaturFreunde. „Dazu muss es eine drastische Reduzierung des Pestizideinsatzes geben. Diese ist im übrigen eine bundesweit geltende gesetzliche Aufgabe, auf deren Umsetzung Schleswig-Holstein bis heute warten muss.“

Hintergrund:r intensive Einsatz hochwirksamer Breitbandherbizide wie Glyphosat und bestimmter Insektizide bewirke nicht nur die gewünschte Beseitigung sogenannter Unkräuter und Schadinsekten. Er führe zwangsläufig auch dazu, dass die Ackerbegleitflora verarme und vielen Tierarten der Agrarlandschaft die Nahrungsgrundlage entzogen werde. Nach dem Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln bleibt Vögeln nicht genügend Nahrung, um ihre Brut hochziehen zu können. In der Folge sinken die Bestände. Diese indirekten Gefährdungen durch Pflanzenschutzmittel sind zum Beispiel bei Rebhuhn, Goldammer, Grauammer und Feldlerche wissenschaftlich belegt. Die Giftbelastung auf Ackerflächen (toxical loads) ist in den letzten Jahren sogar gestiegen.

Erst durch den Einsatz von Pilzbekämpfungsmitteln (Fungiziden) ist es möglich, Getreide so dicht wie heute üblich zu pflanzen. Die Ackervögel haben weniger Probleme mit den Fungiziden selbst, wohl aber mit den dichten Getreidebeständen, in denen sie keinen Platz mehr zum Leben finden. Betroffen sind vor allem die Vögel, die ihre Nahrung auf den Feldern suchen und sich überwiegend von Insekten und anderen Kleintieren ernähren.

Der Nationale Aktionsplan zur Reduzierung des Pestizideinsatzes (NAP) schreibt bundesweit als gesetzliche Aufgabe eine Reduzierung des Pestizideinsatzes verbindlich vor, die von den Ländern umgesetzt werden muss.

Kontakt:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116, Landesgeschäftsführerin NaturFreunde S-H.



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PM03/03.05.2019

Zigarettenkippen - eine verkannte Umweltgefahr

Kiel/ Falshöft, 03.05.2019 - Über "Zigarettenkippen als verkannte Umwelltgefahr" informieren die NaturFreunde Gelting und der Landesverband am 12. Mai von 11.00 bis 16.00 Uhr mit einer kleinen Ausstellung auf dem Naturerlebnistag in Falshöft (Gelting).

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Weggeworfene Kippen finden sich leider überall - auf der Straße, am Strand, in der freien Natur und selbst auf Kinderspielplätzen. "Zigarettenkippen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern auch ein brenndendes Umweltproblem", sagt Jürgen Klose, Sprecher der NaturFreunde Gelting. 

Jede Kippe enthält über 200 Giftstoffe, darunter Nikotin, Formaldehyd, Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie zahlreiche Schwermetalle. Das Nervengift Nikotin ist eines der stärksten Pflanzengifte. Mit dem Regenwasser gelangen die Kippen und ihre Schadstoffe direkt oder über die Kanalisation in unsere Gewässer und können Wasserorganismen schädigen. 

"Wir appellieren deshalb an an Raucher, ihre Kippen nicht achtlos wegzuwerfen, sondern sie wieder mitzunehmen", so Dr. Ina Walenda vom Landesverband der NaturFreunde. "Zigarettenkippen gehören in den Restmüll, denn andernfalls gelangen die Gifte aus den Zigarettenstummeln über die Nahrungskette auf unseren Teller zurück ".

 

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PM 02/25.04.2019

Auftakt zur Atommüllendlagersuche in Kiel
Suche nach Endlager bleibt intransparent,
Meeresspiegelanstieg wird nicht berücksichtigt

Kiel, 25.04.2019 - Das Auswahlverfahren zur Suche eines Endlagers für Atommüll bleibe für die Allgemeinheit intransparent und das Verfahren selbst sei nach Ansicht der NaturFreunde S-H nur begrenzt geeignet.

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So finde der mit dem Klimawandel einhergehende Meeresspiegelanstieg an Nord- und Ostsee keine Berücksichtigung bei der Endlagersuche. Es werde ausschließlich nach rein geologischen Kriterien vorgegangen. Die NaturFreunde S-H halten die küstennahen Bereiche Schleswig-Holsteins aus Gründen des Meeresspiegelanstiegs für eine Endlagerung von hochradioaktivem Atommüll für nicht geeignet

„Es geht völlig an der Realität vorbei, den Klimawandel bei der Endlagersuche auszublenden“, kritisiert der stellvertretende Vorsitzende der NaturFreunde Schleswig-Holstein, Hans-Jörg Lüth, die Vorgehensweise des zuständigen Bundesamtes. „Bereits in etwa 50 bis 100 Jahren könnten tiefer gelegene Salzstöcke in Küstennähe geflutet werden. Das Endlager soll aber für eine Million Jahre sicher sein.“

Einen weiteren Hauptkritikpunkt sehen die Naturfreunde S-H darin, dass nur Standorte, an denen es eine tiefengeologische Untersuchung gegeben habe, im Verfahren berücksichtigt würden.

„Große Teile Deutschlands sind nicht untersucht, sodass ein möglicherweise besser geeigneter Standort gar nicht erst in die Auswahl gelangt“, so Lüth weiter. „Die Untersuchungsdaten sind zumeist Betriebsgeheimnisse, da sie zur Gewinnung von Rohstoffen durch Privatfirmen beauftragt wurden, z. B. zur Erdgaserkundung. Ein objektives Auswahlverfahrens ist daher unmöglich.“

Auch in punkto Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger sehen die NaturFreunde erhebliche Defizite. So liege es im Ermessen des Bundesamtes, welche Informationen es öffentlich zur Verfügung stelle. Die geologischen Abwägungskriterien zur Standortauswahl seien gleichrangig und die Gewichtung daher politischer Willkür unterworfen. Letztlich entscheide der Bundestag über den Standort mit einem Gesetz. Damit entziehe sich diese Entscheidung einer gerichtlichen Überprüfung, ob die Abwägung nach fachlichen und objektiven Kriterien vorgenommen worden sei. Der Beschluss Bayern, das Bundesland per Koalitionsvereinbarung als Standort auszuschliessen, spreche Bände.

"Der radioaktive Müll, der noch 25.000 Generationen belasten wird, ist eine Folge des blinden Technikwahns und verantwortungslosen Wachstumsdenkens aus der unseligen Geschichte der Atomenergie. Nirgendwo in der Welt ist das Problem gelöst. Aber der Umgang mit dem Atommüll ist eine Geschichte des Täuschens und der Trickserei. Deshalb muss es jetzt volle Transparenz, eine Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe und eindeutige wissenschaftliche Grundlagen für die Suche nach einem Standort geben", fordert daher der Bundesvorsitzende der NaturFreunde, Michael Müller.

Für Rückfragen:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116

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PM 01/12.02.2019

NaturFreunde S-H und Bioland e. V. laden ein
Den Pestizideinsatz reduzieren – aber wie?

Kiel/ Rendsburg, 12.02.2019 - Die NaturFreunde S-H und Bioland e. V. laden für Freitag, den 22. Februar 2019 ab 13.30 Uhr bis 16.40 Uhr in das Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhofer Straße 13, ein, um über Möglichkeiten zur Reduzierung des Pestizideinsatzes in Schleswig-Holstein zu diskutieren.

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Nach Vorträgen von Experten, dem

Gutachter und Autor Lars Neumeister aus Stuttgart, der zum Pestizideinsatz in Deutschland und Wegen zu Reduktion referieren wird sowie dem
Toxikologen Dr. Peter Clausing von PAN Germany, der vorträgt, wie Pestizide unsere Gesundheit schädigen können, wird
Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht
Grundzüge einer Pestizidpolitik für Schleswig-Holstein vorstellen.

Vertreter und Vertreterinnen von Vereinen und Verbänden, so der NABU S-H, das Netzwerk blühende Landschaften, das Netzwerk Öko-Landbau S-H, die Verbraucherzentrale S-H, der Bauernverband S-H sowie die geladenen Experten werden dazu Stellung beziehen. Hierzu sind alle weiteren Teilnehmenden ebenfalls aufgerufen und herzlich eingeladen. Wir wollen dem Minister wichtige Impulse zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes in Schleswig-Holstein liefern. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung für 2017 bis 2022 sieht bereits eine Strategie zur Pestizidreduktion vor. Diese und konkrete Maßnahmen dazu wollen wir diskutieren und einfordern.

Weitere Informationen und das ausführliche Veranstaltungsprogramm befinden sich in der Anlage sowie unter www.naturfreunde-sh.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM12/19. Dezember 2018

Anhörung im Landtag
Dauergrünland muss gesetzlich geschützt bleiben
keine Pestizide zur „Grünlandpflege“

Kiel, 19.12.2018 - Auch wenn der Biogasboom ein Ende gefunden hat – ihm fielen zahlreiche Grünlandflächen zum Opfer – braucht Grünland weiterhin den gesetzlichen Schutz. Dies fordern die NaturFreunde S-H anlässlich der Anhörung im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtags zum Entwurf für ein neues Dauergrünlanderhaltungs-gesetz.

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Grünland ist ein prägendes Element in der Agrarlandschaft, es hat daneben einen hohen ästhetischen Wert, dient dem Wasserschutz und dem Erhalt biologischer Vielfalt.“ stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H, fest. „Grünland muss dauerhaft durch ein eigenes Landesgesetz geschützt bleiben.

Dies sei auch grundsätzlich von der Landesregierung so vorgesehen, allerdings halbiere sich die gesetzlich geschützte Grünlandfläche aufgrund neuer EU-Vorgaben. Danach seien nur noch die besonders wertvollen Standorte schützenswert. Für diese wenigen Flächen sollten, so fordern es die NaturFreunde, Mindeststandards für Düngung, Pestizideinsatz, Schnittnutzung und Umbruch gelten. Hierzu habe die Landesregierung leider nicht den Mut gehabt und so die Chance vertan, auf der verbliebenen Fläche Wertgrünland zu entwickeln. Vor dem Hintergrund dieser erheblich reduzierten Schutzkulisse üben die NaturFreunde Kritik auch an den vielen Ausnahmemöglichkeiten beim Umbruch des Dauergrünlandes aus Gründen der Grünlandpflege. Mit jeder selbst nur oberflächennahen Bodenbearbeitung sei die Gefahr der Freisetzung von Nährstoffen und von Bodenerosion verbunden.

Als „völlig inakzeptabel und nicht nachvollziehbar“ kritisieren die NaturFreunde, dass weiterhin für die Grünlandpflege“ zur Neueinsaat Totalherbizide wie Glyphosat erlaubt sein sollen. Dies stehe im Widerspruch zur jüngsten Ankündigung von Landwirtschaftsminister Albrecht, den Pestizideinsatz konsequent reduzieren zu wollen.


Mit der Ankündigung seiner 'Landesstrategie zur Reduzierung des Pestizideinsatzes' hätte der Minister gleich beim Dauergrünlanderhaltungsgesetz beginnen müssen“, kritisiert Dr. Ina Walenda scharf. „Grünlandumbruch an sich ist bereits ein schwerer Eingriff in die Bodenstruktur. Dort wo er erfolgt, darf dies nicht länger mit Pestiziden möglich sein, zumal mechanische Bearbeitung gängige Praxis ist.“


Totalherbizide vernichteten alles Lebendige auf dem Acker, breiteten sich in der Umwelt aus, gefährdeten Boden und Gewässer, reduzierten die biologische Vielfalt und die guten ökologischen Funktionen des Grünlandes würden zunichte gemacht.


Begrüßt wird dagegen die Aufnahme von winderosionsgefährdeten Bodenflächen in die Schutzkulisse des Gesetzes. Eine Gefährdung des Bodens durch Bodenverwehungen, mit Humusverlusten in Folge werde durch eine dauerhaft geschlossene Pflanzendecke erheblich reduziert. Die bereits vorhandenen Bewirtschaftungsvorgaben für entsprechende Bodenerosionsflächen allein nach bisheriger „guter fachlicher Praxis“ hätten sich als unzureichend erwiesen.



Für Rückfragen:

Dr. Ina Walenda, mobil 0176 20508116


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PM 11/08.11.2018

Aktion "Schau ins Feld:
Verdummungsaktion der Agrarindustrie

Kiel, 08.011.2019 - Als „durchsichtigen Versuch, die Öffentlichkeit über die Folgen der Pestizidverwendung in der Landwirtschaft zu täuschen“ bewerten die NaturFreunde S-H die heute vom Industrieverband Agrar (IVA) präsentierte Aktion „Schau-ins-Feld“ an der sich auch rund 30 landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein beteiligen.

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Eine Landwirtschaft ohne Pestizide führe eben nicht, wie behauptet, zwangsläufig zur Verwilderung von Ackerflächen und in der Folge zu Hunger und Siechtum.

„Diese industrie-finanzierte Aktion verharmlost die Gefahren der Pestizidverwendnug für unsere Gesundheit, das Grundwasser und die Artenvielfalt aufs Gröbste,“, so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. „Die Kampagne dient ausschliesslich dem weiteren einträglichen Verkauf von Pestiziden, deren Folgelasten wir alle tragen müssen.“

Interessierte würden zu den ungespritzten, „verwilderten“ Feldern geführt als Beweis für die Notwendigkeit eines chemisch-synthetischen Pflanzenschutzes. Vom IVA werde allerdings bewusst verschwiegen, so Walenda, dass Landwirtschaft ohne Pestizide, nicht einfach im Weglassen von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln bestehe. Eine umweltverträgliche Landwirtschaft ohne Pestizide funktioniere über intelligente Fruchtfolgen, eine gut durchdachte Sortenwahl und standortgerechte Bewirtschaftungsmethoden. Dies erfordere personellen Mehraufwand, spare aber die Folgekosten für umweltgefährdende Pestizide ein. Der wachsende ökologische Landbau in Schleswig-Holstein und bundesweit sei der beste Beweis, dass auf Pestizide, die Mensch, Tier und Umwelt schaden können, verzichtet werden könne.

Allein in Schleswig-Holstein hätten sich in 2018 von Norderstedt bis Flensburg rund 30 landwirtschaftliche Betriebe an dieser fragwürdigen Art von Öffentlichkeitsarbeit beteiligt (https://www.die-pflanzenschuetzer.de/schau-ins-feld/schau-fenster-2018/). Die NaturFreunde S-H appellieren an das Land, mit einer eigenen Aufklärungskampagne für Alternativen zum Pestizideinsatz zu werben.

Wer sich über die Folgen des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft informieren möchte, kann gegen eine Erstattung von Portokosten unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de die 2. Auflage der Broschüre “Pestizide reduzieren – aber wie“ kostenfrei bestellen.

Die Aktion „Schau ins Feld“ 2018 des IVA mit Standorten in S-H ist zu finden unter http://die-pflanzenschuetzer.de/schau-ins-feld/hof-finder/

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 10/31.08.2018

NaturFreunde zu Ansprengversuchen:
Bundeswehr muss Naturschutz beachten!

Gelting/ Gammelby, 31.08.2018 - Bei den geplanten Ansprengversuchen an der Fregatte „Karlsruhe“ muss die Bundeswehr Belange des Natur- und Umweltschutzes ausreichend beachten und auf den Tourismus Rücksicht nehmen, fordern die NaturFreunde, die mit ihren Regionalgruppen Gelting und Gammelby vor Ort aktiv sind.

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„Bislang werden akustische Maßnahmen gegen Hörschäden bei Meeresbewohnern nicht ausreichend gemäß dem Stand der Technik berücksichtigt.“, kritisiert Jürgen Klose von der NaturFreunde Regionalgruppe Gelting-Schlei-Angeln. „Es wäre verantwortungslos, auf den Einsatz eines Blasenschleiers, der Hörschäden bei den Meeresbewohnern verhindern kann, offensichtlich aus Kostengründen, zu verzichten. Gerade Schweinswale, die häufig zu beobachten sind, würden mit ihren empfindlichen Sinnesorganen irreparabel geschädigt.“


Der Appell von Fraktionen des Kreistags Rendsburg-Eckernförde an die Bundeswehr wird deshalb von den NaturFreunden ausdrücklich unterstützt. Allerdings kämen die Forderungen nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu spät und würden mindestens einen Zeitraum von einem Jahr umfassen, bis Ergebnisse vorlägen. Auch müssten die Ergebnisse veröffentlicht werden und nachprüfbar sein, vorher seien Umweltverbände und örtliche Kommunen zu beteiligen. Notwendig sei aber ein sofortiges, begleitendes Monitoring, um die Schadstoffe, die durch die Sprengungen entstehen und ihre Auswirkungen auf die Meeresumwelt zu erfassen..


Darüber hinaus halten die NaturFreunde mehr Transparenz für erforderlich. So solle eine Bekanntgabe der konkreten Termine über wasserwirtschaftliche Fachzeitschriften erfolgen. Die aber würde von den ggf. Betroffenen nicht gelesen, die einheimische Bevölkerung und die zahlreichen Touristen hätten ein Recht darauf, rechtzeitig öffentlich über die Sprengtermine informiert zu werden.


Grundsätzlich halten die NaturFreunde Gelting und Gammelby, die Ansprengversuche der Bundeswehr, bei denen es um die Wirkung einer Grundmine geht, vor Eckernförde für ungeeignet. Die Ostsee sei ein wesentlich sensibleres Ökosystem als ein Ozean wie der Atlantik und müsse so auch besser geschützt werden. Die Bundeswehr habe dort bessere Möglichkeiten, Ansprengversuche zu testen.


 

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 09/21.08.2018

NaturFreunde S-H widersprechen Albrecht:
Die Massentierhaltung muss dringend reduziert werden!

Kiel, 21.08.2018 - Auf Kritik und Unverständnis sind die Äußerungen des designierten Landwirtschaftsministers Jan Phillipp Albrecht, eine Reduzierung der Tierbestände sei aus Klimaschutzgründen nicht unbedingt notwendig, bei den NaturFreunden vom Landesverband Schleswig-Holstein gestoßen.

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„Die Massentierhaltung schadet nicht nur dem Klimaschutz, sondern gefährdet ebenso unser Grundwasser, die Natur und die menschliche Gesundheit. Robert Habeck hat daher zu Recht eine Verringerung der Massentierhaltung gefordert.“ stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde fest. Die Produktion von beispielsweise einem Kilogramm Rindfleisch erzeuge soviel Kohlendioxid wie bis 1000 Kilometer Autofahren.


Gerade in Schleswig-Holstein wie in Niedersachsen sei die Konzentration der Tierhaltung ein Hauptproblem der Landwirtschaft. Das dabei erzeugte Methan sei um ein Vielfaches schädlicher für das Klima wie das Kohlendioxid, die Gülle wesentlich für die Überdüngung und die Belastung der Gewässer verantwortlich. So seien in Schleswig-Holstein nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums seit Jahrzehnten über 50 Prozent der Grundwasserkörper mit Nitrat belastet. Europäische Vorgaben zum Gewässerschutz könnten deshalb hierzulande nicht umgesetzt werden. Ein weiteres Problem sei der Einsatz von Antibiotika mit der Bildung von Resistenzen, die die menschliche Gesundheit gefährdeten. Die herkömmliche Massentierhaltung degradiere die Tiere zu Industriegütern und missachte das Tierwohl und stehe deshalb schon seit langen in der öffentlichen Kritik. Ebenso problematisch sind die Importe von Futtermitteln, die in anderen Teilen der Welt zur Ernährung fehlten oder zur Abholzung von Regenwäldern führten. Ein erheblicher Teil der heimischen Fleischproduktion werden außerdem als Billigfleisch auf den Weltmarkt exportiert.


Die von Jan Phillipp Albrecht als eine Alternative angeführte Digitalisierung bei der Düngung werde von den Landwirten übrigens allein schon aus Kostengründen bereits angewandt werden.

Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 08/26.072018

Ausstellung und Einladung Runder Tisch „Pestizide reduzieren“
Wie Pestizide ein Leben verändern können

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein laden alle Interessierten für Donnerstag, den 2. August 2018 ab 18.30 Uhr zum Runden Tisch „Pestizide reduzieren“ in das Naturerlebniszentrum Kollhorst, Kolllhorster Weg 1, ein.

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Ab 18.30 Uhr wird die NaturFreunde-Ausstellung „Pestizide – Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt“ gezeigt und erläutert. Sie soll insbesondere Personen erreichen, die sich bislang noch nicht allzu viele Gedanken zum Einsatz von Acker- und Gartengiften gemacht haben. Mit jedem der 24 „Rollups“ wird ein Aspekt zu Pestiziden plakativ dargestellt.

Ab 19.00 Uhr berichtet Christiane Dingler aus persönlicher Betroffenheit über Wirkungen von Pestiziden auf Mensch und Mitwelt. Gern möchte sie mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen, was für eine nachhaltige Zukunft zu tun wäre. Die Referentin kommt aus aus Flensburg und ist Initiatorin des bekannten Ökomarktes auf Schloss Gottorf und Buchautorin zu "Gesundheit im Fokus - Umgang mit Pestiziden".


Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung unter naturfreunde@naturfreunde-sh.de oder Tel. 0431-98282995 gebeten.


Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 07/04.07.2018

Wo bleibt der Pestizidreduktionsplan für S-H?

Kiel, 04.07.2018 - Noch vor wenigen Wochen verkündete Umweltminister Habeck, er wolle vor seinem Abgang nach Berlin im September diesen Jahres noch wichtige Projekte auf den Weg bringen. „Bei dem Pestizidreduktionsplan bleibt es offensichtlich bei Absichtserklärungen und vagen Ankündigungen“, stellt Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H, fest.

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Dabei, so die NaturFreunde, gäbe es mit dem „Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ der Europäischen Union bereits seit dem Jahr 2013 den gesetzlichen Auftrag, konkrete Maßnahmen zur Reduktion des Pestizideinsatzes auf Landesebene umzusetzen. „Auch nach sechs Jahren im Amt sehen wir keine Ergebnisse“, so Walenda. Der Handlungsbedarf hingegen stünde in jedem Bericht der Landesregierung zu Pestiziden. „Minister Habeck hätte sich mit der Umsetzung eines konkreten Maßnahmenpaketes einen guten Wechsel nach Berlin verschaffen können.“


Von den schleswig-holsteinischen Fachpolitikern wurde bereits im Dezember 2017 auf einer Tagung der NaturFreunde im Landeshaus vor 150 Teilnehmenden in Aussicht gestellt, eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe zu Umsetzung eines Aktionsplans einzuberufen - das ist leider bis dato nicht erfolgt. Auch erste Vorschläge für eine konkrete Umsetzung wurden im Dezember öffentlich diskutiert.


Der letzte Bericht der Landesregierung zu Pestizidrückständen in Gewässern aus dem Jahr 2015 stellte fest, dass die Daten der Pestizidbelastung für Schleswig-Holstein auf eine erhebliche ökotoxikologische Beeinträchtigung der Gewässerbiologie hinweisen. Auch im Grundwasser als unserer Trinkwasserquelle seien Rückstände von Pestiziden und ihren Abbauprodukten in relevantem Ausmaß zu finden. Danach befinden sich zehn Prozent der schleswig-holsteinischen „Wasserkörper“ gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in einem nicht im guten Zustand. Der Handlungsbedarf stehe daher außer Frage. Dass ein Rückgang an Insekten, Feldvögeln und an biologischer Vielfalt insgesamt auch im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden zu sehen sei, wäre vielfach belegt, so der Landesverband der NaturFreunde.


Ein gemeinsames Programm mit konkreten, verbindlichen Maßnahmen muss jetzt zusammen mit Vertretern aus Landwirtschaft, Beratung, Wissenschaft, Verbrauchern und dem Naturschutz auf die Beine gestellt werden, fordern die NaturFreunde.



Hintergrund Nationaler Aktionsplan Pestizide:

In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union wird festgestellt, dass chemische Pflanzenschutzmittel und ihre Metabolite trotz aller rechtlicher Vorgaben und einer sachkundigen Anwendung in Gewässern zu finden sind, Schäden an Bienen oder Wirbeltieren auftreten und Rückstandshöchstgehalte für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in Lebensmitteln überschritten werden. Die immer noch anhaltende Abnahme der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft wird neben vielen anderen Faktoren auch durch verschiedene Pflanzenschutzmaßnahmen beeinflusst. Diese Tatsachen haben den Gesetzgeber der Europäischen Union dazu bewogen, allen Mitgliedstaaten aufzuerlegen, einen Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu erarbeiten, konsequent umzusetzen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Danach sollen die Nationalen Aktionspläne quantitative Vorgaben, Ziele, Maßnahmen und Zeitpläne zur Verringerung der Risiken und der Auswirkungen der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf die menschliche Gesundheit und den Naturhaushalt festlegen.


Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de

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PM 06/20.06.2018

Invasive Art bedroht Natur und Menschen:
Herkulesstaudenbekämpfung in Pohnsdorf

Zur Demonstration einer fachgerechten Bekämpfung der Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), auch Riesenbärenklau genannt, laden die NaturFreunde Schleswig-Holstein für Montag, den 25. Juni 2018 um 11.00 Uhr nach Pohnsdorf ein. Interessierte und Helfer sind herzlich willkommen. Der Treffpunkt und Standort befindet sich direkt am Rönner Weg zwischen Raisdorf und Kiel-Rönne etwa auf halber Strecke.

Zusammen mit dem Riesenbärenklau-Experten Niels Jensen und dem Förster Dirk Sauer der Försterei Rönnerholz wollen die NaturFreunde S-H zeigen, wie diese bedrohliche invasive Art fachgerecht und dauerhaft auf natürliche Weise ohne den Einsatz von Giften dauerhaft beseitigt werden kann.

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Im Gegensatz zum in Europa heimischen Wiesen-Bärenklau verursache der Riesen-Bärenklau beim Berühren schwerste Verbrennungen, so der Landesverband der NaturFreunde. Der Saft der Pflanze enthalte phototoxische Furancumarine. In Kombination mit gleichzeitiger oder nachfolgender Sonneneinstrahlung führe das zu den starken Verbrennungen. Dabei könne die Blasenbildung derart stark sein, dass sogar Narben zurückblieben. Besonders gefährdet seien Kinder, die durch die imposanten Blütenstände angelockt würden und die Gefahren nicht kennen.


Der Riesenbärenklau ist äußert konkurrenzstark, besitzt keine natürlichen Feinde wie Fressschädlinge und Parasiten, hat einen riesigen Wuchs und eine gewaltige Samenproduktion“, erklärt Hans-Jörg Lüth, stellvertretender Landesvorsitzender der NaturFreunde. „Eine einzelne Riesenbärenklau-Pflanze kann mehrere 10.000 Samen bilden, die im Boden etwa sieben Jahre keimfähig bleiben. Die Ausbreitung kann durch Wind, Gewässer oder Tiere erfolgen."


Dies habe dazu geführt, dass sich der Riesen-Bärenklau schnell ausbreiten konnte. Er verdränge zunehmend heimische Pflanzenarten und die daran gebundenen Tierarten, teilweise seien schon fast waldähnliche Bestände anzutreffen, in denen keine anderen Arten mehr vorkommen. Für die Natur, aber auch für den Menschen, sei diese Pflanzenart deshalb zu einem großen Problem geworden. "Eine dauerhafte Bekämpfung des Riesenbärenklaus ist dennoch ohne den Einsatz von Pestiziden möglich", so Lüth.


Die NaturFreunde Schleswig-Holstein laden Interessierte ein, sich an der Aktion zu beteiligen oder zuzuschauen. Nur durch konsequente Gegenmaßnahmen sei eine schnelle, flächenhafte Ausbreitung noch zu verhindern. Die Bekämpfung von sich aggressiv ausbreitenden invasiven Arten sei daher ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.


So finden Sie unsere Aktion:

B 76 von Kiel kommend bis Raisdorf – Höhe Klausdorfer Strasse abfahren auf die Bahnhofstr. (Richtung Bahnhof) – 150 m hinter der Bahnunterführung rechts abbiegen in den Rönner Weg – am Dorfplatz rechts bleiben und den Rönner Weg folgen – nach 1.200 m sind die 3 großen Krötenteiche links und der Forst fängt rechts an – nun sind es noch 250 m. Der RB-Standort ist am Ende den Weihnachtsbaumkultur auf der rechten (Nordwest) Seite.


Ansprechpartnerin:
Dr. Ina Walenda, mobil 176-20508116, ina.walenda@naturfreunde-sh.de


 

 

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PM 05/23.04.2018

Friedenspolitik und Fledermäuse

Gemeinsame Pressemitteilung
SPD | Arbeitsgemeinschaft 60plus im Kreis Segeberg   
NaturFreunde Deutschlands | Landesverband Schleswig-Holstein

Bad Segeberg/Mözen. Die Diskussion zum Thema „Entspannungspolitik ist das Gebot der Stunde“ brachte die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus im Kreis und der Landesverband Schleswig-Holstein der NaturFreunde am Donnerstag zusammen.

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Nach einer regen Diskussion um Geopolitik, Energieinteressen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklungspolitik statt kriegerischer Auseinandersetzugen im Saal von Dunker‘s Gasthof wurde Vortragsredner Michael Müller, Bundesvorsitzender des „etwas anderen Naturschutzverbandes“, von Tierpflegerin Jasmin Bulang in die Geheimnisse der Bad Segeberger Welt der Fledermäuse eingeführt.

Das Foto zeigt die Gruppe am Eingang des Noctalis, darunter Dr. Peter Westendorf (2. von links) Stellvertretender Vorsitzender 60plus, Dr. Ina Walenda (3.v.l.) Landesgeschäftsführerin und Hans-Jörg Lüth (4.v.l.) Stellvertretender Vorsitzender der NaturFreunde Schleswig-Holstein und Michael Müller (5.v.l.), Bundesvorsitzender der NaturFreunde und Ex-Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium.

Hintergrund:
Diese gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft 60plus in der SPD Segeberg mit dem Landesverband der NaturFreunde fand im Zyklus der monatlichen 60plus-Zusammenkünfte statt. In ihrem Stammlokal diskutieren die SPD-Senioren immer wieder wichtige Themen sozialdemokratischer Politik. Sie werben mit dem Slogan „60plus – sozialdemokratische Erfahrung aus Segeberg“ und beteiligen sich an der Debatte zur Reform der Partei. Bereits im Januar starteten die monatlich jeden 3. Donnerstag ab 15:00 Uhr tagenden Genossen eine sechsteilige Themenreihe mit der Frage „Was ist ‚Strategie?’. Nach der Diskussion zur „Wirtschafts- und Finanzpolitik“ im Februar folgte eine „Rentendebatte“ im März. Es stehen noch „Organisationspolitk“ am 17. Mai mit SPD-Landesgeschäftsführer Götz Borchert sowie „Personal/Bilanz der Diskussionsreihe“ am 21. Juni auf dem Terminplan. Dann ohne Gast in eigener Runde.

 

Kontakt für die Medien:
Udo Fröhlich (SPD-SE, AG 60plus), mobil 0173 2400444
Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), mobil 0176 20508116

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PM 04/29.03.2018

NaturFreunde fordern Düngestopp in belasteten Gebieten

Die neue Landesdüngeverordnung wird nach Bewertung der NaturFreunde S-H an den viel zu hohen Nährstoffbelastungen der Gewässer in Schleswig-Holstein nichts ändern. Die bisherige Politik von freiwilligen Maßnahmen, halbherzigen Grenzwerten und laschen bis kaum durchgeführten Kontrollen ist als gescheitert anzusehen“, stellt die Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H Dr. Ina Walenda fest.

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„Damit drohen Schleswig-Holstein Strafzahlungen in sechsstelliger Höhe wegen Verstoßes gegen die im Jahr 2000 in Kraft getretene EG-Wasserrahmenrichtlinie.“ Ohne einschneidende Maßnahmen wird Schleswig-Holstein weiterhin auf rund 51 Prozent seiner Landesfläche gegen geltendes EU-Recht beim Grundwasserschutz verstoßen.

Die Landesregierung setze lediglich die Minimalvorgaben der bundesweit gültigen Düngeverordnung um, bemängeln die NaturFreunde S-H. Von 14 konkreten Maßnahmen zur Nährstoffreduktion wolle das Land lediglich drei Maßnahmen für Nitrat bzw. Phosphat umsetzen. In Schleswig-Holstein werde seit Jahrzehnten in mehr als der Hälfte des Grundwassers der EU- Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschritten. Damit habe die Landesregierung die Chance vertan, durch Auswahl einer Vielzahl an Maßnahmen zumindest ein Signal zu setzen, so die NaturFreunde.

Letztlich, so die NaturFreunde, seien es aber Regelungslücken der bundesweit gültigen DüngeVO, die in den Ländern ein „weiter so“ mit viel zu hohen Güllemengen geradezu legalisieren. Mit mehr oder weniger kreativer rechtskonformer Trickserei könnten Betriebe, die durch das Bundesrecht definierten Obergrenzen für Stickstoff leicht wegrechnen. Der eine oder andere Betrieb könnte sogar noch mehr düngen als bisher.

„Angesichts der zahnlosen Düngeverordnung des Bundes ist es umso wichtiger, dass das Land endlich handelt und die Grenzwertüberschreitungen nicht länger als Normalzustand akzeptiert,“ so Walenda weiter. „Notwendig sind eine flächengebundene Tierhaltung, die Ausweisung weiterer Wasserschutzgebiete mit einer zeitgemäßen Anpassung der bestehenden sowie endlich die Durchführung effektiver Kontrollen mit entsprechenden Sanktionen. Für mindestens eine Übergangszeit von fünf Jahren muss es ein Düngeverbot in den besonders belasteten Gebieten geben.“

Stellungsnahme Landesdüngeverordnung

Kontakt für Medien:
Dr. Ina Walenda, mobil 0176-20508116

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PM 03/23.03.2018

Einladung an die Medien

Am Mittwoch, den 28. März 2018 wollen wir um 19.30 Uhr im Schulweg 4 in Gammelby im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine neue NaturFreunde-Gruppe gründen. Wir möchten uns vorstellen, über unsere Motive zum Beitritt zu den NaturFreunden S-H berichten sowie erste geplante Aktivitäten im Bereich Umwelt- und Naturschutz vorstellen.

Dazu laden wir Sie herzlich ein!

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Kontakt für Medien:
Alexandra Florek (Gammelby), mobil 0151 50380756
Dr. Ina Walenda (Kiel), mobil 0176-20508116

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PM 02/07.03.2018

Deutsche Umweltvertreter übergeben Papst Franziskus Diskussionspapier zur Enzyklika „Laudato Si“

Zur Generalaudienz und Teilnahme an der Vatikan-Konferenz „Radical ecological conversation after Laudato Si“ übergeben Vertreter und Vertreterinnen der deutschen Umweltbewegung Papst Franziskus das Diskussionspapier „Verantwortung im Zeitalter des Menschen“ zur Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“.

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Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Michael Müller, Vorsitzender der NaturFreunde Deutschlands und früherer Umweltstaatssekretär, Bärbel Höhn, ehemalige Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und NRW-Umweltministerin a.D. sowie Josef Göppel, ehemaliger CSU-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL), unterstützen die Bemühungen des Papstes hin zu einer „Humanökologie“, die eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung möglich macht.

„Der Glyphosatskandal, die Dieselaffäre und der sich verstärkende Klimawandel zeigen, dass unsere Form Wohlstand auf Kosten von Mensch und Natur zu produzieren nicht zukunftsfähig ist. Wir sehen die dringende Notwendigkeit, in einem breiten, internationalen Dialog endlich zu einem Umsteuern zu kommen, in dem, wie wir arbeiten, leben und produzieren. Dass die katholische Kirche sich in der Enzyklika des Papstes in diesen Punkten so eindeutig für Leben und Umwelt positioniert, ist ein wichtiges Signal für einen großen Teil der Menschheit“, sagt DNR-Präsident Kai Niebert. „Seitens der deutschen Umweltbewegung freuen wir uns sehr, mit Papst Franziskus in die Diskussion zu kommen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Die päpstliche Enzyklika knüpft an den Sonnengesang des Franz von Assisi aus dem Jahr 1225 an. Sie widerspricht der Lüge von der unbegrenzten Verfügbarkeit der natürlichen Güter der Erde und will die Menschen in dem Ziel vereinen, radikal umzusteuern. In der Lehrschrift heißt es: „Infolge einer rücksichtslosen Ausbeutung der Natur läuft der Mensch Gefahr, sie zu zerstören und selbst zum Opfer dieser Zerstörung zu werden.“ In diesem Zusammenhang hebt Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender hervor: „Von Seiten der Umweltbewegung begrüßen wir diese klare und deutliche Positionierung, die so von noch keinem Papst zuvor beschrieben wurde. Zu Recht kritisiert Papst Franziskus den ‚Anthropozentrismus‘, der immer mehr auf ein technisch-ökonomisches Wachstumsparadigma verengt wird. Eine ökologische Selbstvernichtung, die vor Jahren undenkbar schien, wird auch vor dem Hintergrund des aktuellen Artensterbens immer realistischer.“

 Auch in Deutschland gebe es einen eklatanten Widerspruch zwischen dem Wissen über die Naturzerstörung und den Konsequenzen, die daraus gezogen würden, kritisiert der Vorsitzende der NaturFreunde Deutschlands, Michael Müller. „Die Aufgaben im Bereich Umwelt- und Naturschutz werden immer größer, im Rahmen der Koalitionsverhandlungen aber wurde das künftige Umweltministerium deutlich verkleinert. Wir brauchen dringend eine Verkehrswende, stattdessen werden hier immer mehr spritfressende Geländelimousinen gebaut und zugelassen“, führt Müller aus. „Im Wahlkampf spielte die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft kaum eine Rolle. Auch deshalb ist es in Deutschland so wichtig, die vom Papst angestoßene Debatte offen und kritisch zu führen und die Antworten nicht im Altbekannten zu suchen.“

 Das Wichtigste aus Sicht der Autoren ist, dass die großen Zukunftsfragen in der Gesellschaft und in der Politik endlich ernsthaft und breit diskutiert werden. Die Vertreter fast aller Parteien sprächen zwar sorgenvoll über die großen Zukunftsaufgaben, doch ihre Lösungsansätze blieben an technisch-ökonomische Zwänge gebunden. Die Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation werde als Ziel aus den Augen verloren. Deshalb wollen die Vertreter der deutschen Umweltbewegung Papst Franziskus bei der Umsetzung der Enzyklika „Laudato Si“ unterstützen, in Deutschland die Debatte konsequent vorantreiben und den Weg hin zu einer solchen Transformation beschreiten.

 Das umweltpolitische Diskussionspapier regt anhand von konkreten Punkten an, die päpstlich angestoßene und weltweit geführte Debatte fortzuführen. In einem ersten Ansatzpunkt widmen sich die Autoren der Gegenwart, in der der Mensch inzwischen zur stärksten geologischen Kraft im planetaren Maßstab geworden ist – dem sogenannten Anthropozän. Was muss heute in Zeiten der Freiheit getan werden, um künftiges Handeln in Unfreiheit zu vermeiden? Wie kann eine Welt aussehen, die weder Mangel noch Überfluss kennt? Des Weiteren äußern sich die Umweltvertreter zu dem Prinzip Verantwortung: Wie sieht Verantwortung aus, die eine Fortschrittsutopie bewahrt? Wie sieht Nachhaltigkeit in Zeiten des „Immer-mehr“, „Immer-weiter“ und „Immer-schneller“ aus? Und wie kann der Weg hin zu einer qualitativen Entwicklung beschritten werden, die Freiheit, Fortschritt und Gerechtigkeit auf Dauer miteinander verbindet?

 Darüber hinaus wird in dem Papier festgehalten, dass die Menschheit selbst bei den global voranschreitenden Umweltzerstörungen nicht in einem Boot sitzt. Es wirken gewaltige Zugkräfte zwischen Arm und Reich, die die Konflikte verschärfen. Letzten Endes, so schreiben die Autoren, geht es auch um die Frage: Wie sieht eine Weltinnenpolitik aus? In den Augen der Umweltvertreter sei es unumstößlich, ein globales Programm für Arbeit und Umwelt aufzulegen. Der ökologische Umbau ist eine große Herausforderung in allen Weltregionen. Das Programm sollte deshalb den Umbau der Industrie- und Schwellenländer mit dem Aufbau in den Entwicklungsländern verbinden. Schlussendlich fordern die Autoren ganz konkret den notwendigen und schnellen Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter. Denn die Umweltschäden, die aus der Verbrennung von Öl, Kohle und Gas entstehen, sind unverantwortlich geworden.

Download: Diskussionspapier „Verantwortung im Zeitalter des Menschen“

www.naturfreunde.de/Umweltdiskussionspapier-Laudato-Si  

Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Naturschutzring, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie NaturFreunde Deutschlands

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PM 01/28.02.2018

Glyphosat-Anhörung im Landtag
Endlich ernst machen mit der Pestizidreduktion

Die Anhörung im Umwelt- und Agrarausschuss des Landtags zu einem Ausstiegsplan für Glyphosat kommt reichlich spät, so die NaturFreunde vom Landesverband Schleswig-Holstein. Selbst die „GroKo“ habe ein Glyphosatverbot für die Landwirtschaft und Privatanwender in ihrem Koalitionsvertrag vorgesehen. Es fehle jedoch ein verbindliches Ausstiegsdatum. Die NaturFreunde begrüßen die Anhörung in Schleswig Holstein, allerdings dürfe Glyphosat nicht isoliert betrachtet werden. „Ein Glyphosat-Verbot allein ist kein Rezept gegen das Insektensterben oder gegen Gewässerbelastungen“, so Ina Walenda, Geschäftsführerin der NaturFreunde Schleswig-Holstein. Früher oder später würden verwandte Mittel eingesetzt. „Der Pestizideinsatz muss insgesamt reduziert werden“, fordert Walenda.

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Eine „Strategie zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes“ sehe auch der Koalitionsvertrag der Jamaika-Koalition vor, sei aber bislang nicht umgesetzt. „Wenn es die Landesregierung ernst mit einer Pestizidreduktion meine, müsse jetzt endlich begonnen werden.“

Als Sofortmaßnahme für Schleswig-Holstein fordern die NaturFreunde mehr Überwachung. Für die Kontrollen von chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln in der Landwirtschaft, dazu den Handel und das Gewerbe, die Kommunen und Privatanwender, gäbe es laut Aussagen der Landwirtschaftskammer landesweit lediglich vier Kontrolleure. „Das ist geradezu lächerlich“, bewertet Walenda diese Situation. „Was nützen Gesetze, wenn deren Ausführung nicht kontrolliert wird.“ Wir haben deshalb seit Jahren ein hohes Niveau an Fehlanwendungen und Verstößen.

Zur Stellungnahme der NaturFreunde S-H zum „Ausstiegsplan Glyphosat jetzt“

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PM 25/18.12.2017

Zum Biodiversitätsbericht der Landesregierung
Pestizideinsatz drastisch reduzieren – sofort

Der Biodiversitätsbericht der Landesregierung liefere nach Ansicht der NaturFreunde S-H bedauerlicherweise keine schönen Weihnachtsüberraschungen. Die intensive Landwirtschaft mit ihrem Trend zur industrialisierten Agrarproduktion, mit Monokulturen und hohem Pestizideinsatz, mache in Schleswig-Holstein immerhin noch rund 70 Prozent der Landesfläche aus.

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Sie gelte demnach, wie auch in den Jahren zuvor, als Biodiversitätskiller Nr. 1. Deshalb fordern die NaturFreunde Sofortmaßnahmen für diesen Bereich. „Die Landesregierung darf nicht weiter nur Ankündigungen machen, sondern muss ein Sofortprogramm zur Pestizidreduzierung umsetzen“, fordert Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin vom NaturFreunde-Landesverband. „Selbst der Jamaika-Koalitionsvertrag sieht dies vor.“ Chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel trügen nach Ansicht der NaturFreunde entscheidend zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei. Eingetragen in natürliche Lebensräume verdrängten sie hier die heimische standortangepaßte Vegetation, auf dem Acker vernichteten die Lebensgrundlage zahlreicher Tierarten der Agrarlandschaft. „Nach einem halben Jahr im Amt und den Geschehnissen und dem Streit rund um die Glyphosat-Zulassung und deren Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und mögliche Gesundheitsauswirkungen müsse man dies erwarten können,“ so Walenda.

Darüber hinaus müssten die Verantwortlichen alle Hebel in Bewegung setzen und sich für ein Verbot der Anwendung von Pestiziden als auch Mineraldüngern in den schleswig-holsteinischen Naturschutz- und Wasserschutzgebieten einsetzen. Die viel zu hohen Stickstoffmengen aus der Landwirtschaft veränderten die Ökosysteme und führten zu einer Vereinheitlichung der Standortbedingungen. Biodiversität sei dann nicht mehr möglich.

Zugleich, so die NaturFreunde, müsse das Angebot an Programmen für den Vertragsnaturschutz und für den Ökologischen Landbau weiter verbessert werden, so dass die Nachfrage der interessierten Betriebe gedeckt werden könne. Aktuell sei die Nachfrage deutlich höher als das Angebot der Landesregierung.

Der Biodiversitätsbericht zeige, die Artenvielfalt gehe zurück. Es sei keine Zeit mehr für Ankündigungen, sondern für sofortiges Handeln, so die NaturFreunde S-H.

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